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Konjunktursorgen drücken deutsche Aktien ins Minus

Frankfurt/Main Konjunktursorgen drücken deutsche Aktien ins Minus

Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag belastet. Der Dax sank um 0,41 Prozent auf 7712,63 Punkte und knüpfte damit an den Kursrücksetzer vor dem Wochenende an.

Frankfurt. Der MDax verlor 0,90 Prozent auf 13 188,20 Punkte und der TecDax fiel um 0,58 Prozent auf 923,93 Punkte. Das Wirtschaftswachstum in China hatte im ersten Quartal überraschend an Schwung verloren, was auch die asiatischen Börsen belastete.

Die Anleger rechneten mit einer konjunkturellen Abkühlung, sagte Portfolio-Manager Ludwig Donnert von Tao Capital. Entsprechend schichteten sie in weniger zyklische Branchen um.

Zu den größten Verlierern gehörten die zyklischen und konjunktursensiblen Titel aus der Stahl-, Auto- und Halbleiterbranche. So büßten die Aktien von Infineon am Dax-Ende 3,97 Prozent ein. Die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns ThyssenKrupp sanken um 1,94 Prozent, was Börsianer auf weiter schwache Metallpreise zurückführten. Auch die Aktien der Autobauer Volkswagen, BMW und Daimler mussten Verluste hinnehmen. Im Zulieferersektor fielen Continental-Papiere nach schwachen Zahlen für das erste Quartal um 1,21 Prozent, was auch die Titel des Konkurrenten ElringKlinger in Mitleidenschaft zog.

Die Siemens-Aktien sackten nach Aussagen zum Quartalsverlauf um 1,75 Prozent ab. Der Elektrokonzern hat ein ertragsschwaches Quartal hinter sich, sieht sich aber trotzdem auf Kurs. Die Herausforderungen bei der Bahntechnik und der Windanbindung würden ihre Spuren in den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal hinterlassen, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser der „Rheinischen Post“.

Die Papiere der Deutschen Telekom fielen nach einer zunächst positiven Reaktion auf eine Übernahme in der Branche um 0,25 Prozent. Laut Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel zeigt die Offerte des Satellitenfernseh-Anbieters Dish Networks für den US-Mobilfunk-Betreiber Sprint Nextel, „dass Interessenten in dem Sektor weiter bereit sind, mehr Geld für eine Übernahme zu bezahlen“. Für die Telekom sei dies aber leicht negativ, weil die Aktionäre von MetroPCS nun eventuell eine weitere Nachbesserung der Telekom-Offerte fordern könnten.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,33 Prozent niedriger bei 2624,71 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris gaben ebenfalls nach. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit 0,44 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,04 Prozent am Freitag auf 1,05 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 135,57 Punkte. Der Bund Future gewann 0,04 Prozent auf 145,94 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3081 (Freitag: 1,3052) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7645 (0,7662) Euro.

dpa

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