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Wirtschaft Korruptionsverdacht gegen Adidas-Manager und vier Trainer
Nachrichten Wirtschaft Korruptionsverdacht gegen Adidas-Manager und vier Trainer
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22:25 26.09.2017
Das Firmengebäude „Laces“ am Firmensitz des Sportartikelherstellers adidas AG in Herzogenaurach (Bayern). Quelle: Daniel Karmann
New York

Ein ranghoher Manager des Sportartikelherstellers Adidas sowie vier Assistenztrainer im College-Basketball sind in den USA wegen des Verdachts auf Bestechung und Korruption verhaftet worden.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft dem Manager vor, Nachwuchsspieler bestochen zu haben, um diese auf von Adidas gesponserte Colleges zu locken. Im Gegenzug soll er damit außerdem versucht haben, die Spieler im Lauf ihrer späteren Profi-Karriere vertraglich an den Dax-Konzern zu binden.

Adidas ist in der Anklage der Staatsanwaltschaft nicht genannt, dort ist lediglich von „Company-1“ die Rede. Der genannte Manager ist in seiner Funktion als Vorsitzender für Basketball-Marketing weltweit aber bei Adidas tätig. „Er ist eindeutig jemand, der die Autorität hatte, Firmengelder über 100.000 US-Dollar weiterzuleiten und zu tarnen“, sagte Staatsanwalt Joon Kim am Dienstag in New York.

Auch zwei weitere Adidas-Mitarbeiter sollen sich an den illegalen Geschäften beteiligt haben. Vorwürfe gegen höherrangige Mitarbeiter des Unternehmens gebe es derzeit nicht, sagte Kim.

Eine Adidas-Sprecherin bestätigte am Dienstag die Verhaftung eines Mitarbeiters in den Vereinigten Staaten. „Wir sind zur Stunde dabei, mehr Informationen über die Situation zu erlangen. Wir haben keine Kenntnis über ein Fehlverhalten und werden vollumfänglich mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Situation aufzuklären“, sagte die Sprecherin.

Der Adidas-Aktie bekamen die Neuigkeiten nicht gut. Das Papier verlor auf dem letzten Platz im Dax rund zweieinhalb Prozent.

Laut Anklage sollen zudem vier Assistenztrainer der NCAA-Mannschaften Oklahoma State, Auburn, Arizona und Southern California Bestechungsgelder angenommen haben. Mit diesen Zahlungen sollen drei Manager und Finanzberater versucht haben, über die jeweiligen Trainer Druck auf Nachwuchsspieler aufzubauen, um die Spieler später als Klienten zu gewinnen.

„Das von den heutigen Vorwürfen gezeichnete Bild ist kein schönes“, sagte Kim, der die seit 2015 laufenden, verdeckten Ermittlungen als Erfolg feierte. Einer der festgenommenen Manager habe geprahlt: „An einem Jungen kann man Millionen verdienen.“ Die Leidtragenden seien vor allem die Colleges, weil sie sich auf korrupte Trainer verlassen hätten. Die weiter andauernden Ermittlungen hätten die „Schattenseiten des College-Basketball“ offengelegt.

dpa

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