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Kreuzfahrtmarkt: Asiatische Genting kauft Nordic Yards

Hongkong/Bremerhaven Kreuzfahrtmarkt: Asiatische Genting kauft Nordic Yards

Weltweit haben Werften kaum noch freie Baukapazitäten für neue Kreuzfahrtschiffe. Das Geschäft boomt. Deshalb baut der asiatische Genting-Konzern seine Schiffe gleich selbst und kauft dazu Werften in Deutschland.

Hongkong/Bremerhaven. Der asiatische Genting-Konzern setzt im boomenden Markt für Kreuzfahrtschiffe auf Deutschland. Nach dem Erwerb der Bremerhavener Lloyd-Werft verkündete Genting die Übernahme der drei Werften von Nordic Yards in Wismar, Warnemünde und Stralsund für 230,6 Millionen Euro.

Gemeinsam mit Bremerhaven sollen die drei Standorte in Mecklenburg-Vorpommern die globale Kreuzfahrtstrategie des Konzerns für das nächste Jahrzehnt sichern. Die Übernahmen seien für Genting strategisch wichtig, sagte Vorstandschef Tan Sri Lim Kok Thay der Mitteilung zufolge am Mittwoch in Hongkong.

Mit dem Erwerb der Werften solle sicher gestellt werden, dass Genting in den nächsten zehn Jahren die erforderlichen neuen Kreuzfahrtschiffe fristgerecht und kosteneffizienter bauen könne. Der Genting-Chef verwies auf die lange Tradition und die Effizienz in Deutschland beim Bau hochqualitativer und innovativer Kreuzfahrtschiffe und Großjachten.

Der Einstieg von Genting in den traditionsreichen Schiffbau Mecklenburg-Vorpommerns schafft auch Zuversicht unter den Arbeitern der Nordic-Werften. Seit Monaten konnte der russische Werfteneigner Witali Jussufow keinen großen Neubau-Auftrag mehr verbuchen. Einzig die Umspannplattform „DolWin Gamma“ ist noch in Warnemünde im Bau.

In Deutschland sollen nun zunächst vier Luxuskreuzfahrtschiffe und vier Flusskreuzfahrtschiffe für die Genting-Reedereien geplant und gebaut werden. Zu Genting gehören die drei Kreuzfahrtmarken Crystal Cruises, Dream Cruises und Star Cruises. Die Genting Group ist ein malaysisches Unternehmen mit Sitz in Kuala Lumpur, die Tochter Genting Hong Kong ist an der Börse in Hongkong notiert.

dpa

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