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Wirtschaft Künftig Segelschiffe aus Ladebow
Nachrichten Wirtschaft Künftig Segelschiffe aus Ladebow
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00:01 03.09.2016
Solche Boote vom Typ „Brenta 80“ will Michael Schmidt in seiner Greifswalder Firma produzieren.

Hanseyachts-Gründer Michael Schmidt ist zurück in der Welt der Bootsbauer. 2011 hatte der Unternehmer seinen Anteil an der Greifswalder Firma verkauft.

Im Greifswalder Gewerbegebiet will Hanseyachts-Gründer Michael Schmidt mit neuer Firma durchstarten

Schmidt sei nach dem Abgang bei Hanseyachts auf den Meeren unterwegs gewesen, heißt es. Das war dem in Kiel geborenen Mittsechziger offenbar zu wenig.

Im Gewerbegebiet Hafen Ladebow wird künftig die Firma Michael Schmidt Yachtbau GmbH Schiffe produzieren. Sie will Segelyachten von 22 bis 35 Metern Länge bauen. So steht es in einer Zeitungsannonce.

Die Firma kündigt dort für den 1. Oktober dieses Jahres den Produktionsbeginn an. Als Firmensitz wird Karl-Marx-Platz 11 in Greifswald, dort befindet sich eine Rechtsanwaltskanzlei, angegeben.

Gesucht werden für Ladebow Bootsbauer, Tischler, Yachtelektriker, Schlosser und ein Teilzeitbilanzbuchhalter.

Laut Anzeige ist die Produktionsstätte bereits jetzt bis Ende 2018 ausgelastet. Mit Längen von über 22 Meter sind die meisten der avisierten Segelschiffe allesamt größer als die Hanse 675, das größte Modell von Hanseyachts. Auf seiner Internetseite präsentiert Schmidt Yachtbau derzeit auch Boote von zwölf Metern Länge, sogenannte Daysailer. So nennt man kleine Schiffe, die in der Regel für Tages- und Wochenendausflüge genutzt werden.

Die anderen drei angebotenen Seglertypen sind „Fast Sailing Cruising Yachts“, also schnelle Yachten für Kreuzfahrten mit bis zu 100 Fuß (30,5 Meter) Länge. Eine von Lorenzo Argento von Brenta Design konstruierte und dem englischen Star-Architekten David Chipperfield gestaltete „Brenta 80“ hat Michael Schmidt auf der Messe „boot“ in Düsseldorf vorgestellt. Solche Schiffe sollen künftig durch die Firma in Greifswald gebaut werden. Seitens der Schmidt Yachtbau GmbH kündigte Sandra Berger auf OZ-Nachfrage zu näheren Informationen in den nächsten zwei Wochen eine Pressemitteilung an. Inzwischen sind auch die Bauleute im Gewerbegebiet Greifswald- Ladebow angerückt. Im Mai hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dem Schiffbauer ein Grundstück im dortigen Gewerbegebiet verkauft. Der Bima gehören die meisten noch freien Flächen im zugehörigen Bebauungsplan.

Die vorbereitenden Arbeiten für den neuen Standort haben inzwischen begonnen. „Am 23. Mai ging bei der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Greifswald der Antrag für den Neubau einer Bootsbauhalle mit Büro und Sozialanbau ein“, bestätigt Stadtsprecherin Andrea Reimann. „Das Baugenehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“ Aber am 26. Juli wurde eine Teilbaugenehmigung erteilt. Sie betrifft beispielsweise die Beräumung der Fläche, die Baustelleneinrichtung sowie die Herstellung der Fundamente einschließlich der Herstellung der Stahlbetonbodenplatte.

Der Gründer von Hanseyachts

Der gelernte Reedereikaufmann Michael Schmidt hatte 1979 die Yachtmaklergesellschaft Michael Schmidt & Partner GmbH sowie die Yachtwerft Wedel gegründet, bevor er mit Hanseyachts seine eigene Erfolgsgeschichte schrieb. Er gründete die Greifswalder Bootswerft 1990. Im Jahr 2007 brachte er sie an die Börse. 2011 übernahm der bei München beheimatete Investmentkonzern Aurelius die Mehrheitsbeteiligung an der Hanseyachts AG. Schmidt verkaufte und ging in den Ruhestand.

Eckhard Oberdörfer

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