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Wirtschaft LBBW und Helaba erwarten schwieriges Bankenjahr
Nachrichten Wirtschaft LBBW und Helaba erwarten schwieriges Bankenjahr
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12:13 04.04.2014
Die LBBW kann zum ersten Mal seit der Finanzkrise wieder eine Dividende zahlen. Foto: Bernd Weißbrod
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Stuttgart

Niedrige Zinsen und schärfere Regulierungen sorgen bei den Landesbanken LBBW und Helaba für ein Jahr der Konsolidierung. Beide rechnen nicht mit einer Gewinnzunahme. Im Sommer steht der Stresstest durch die EZB bevor, die schon jetzt die Bilanzen durchleuchtet.

Niedrige Zinsen, zurückhaltende Kreditnachfrage und schärfere Regulierung wird nach Einschätzug des Vorstandschefs der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Hans-Jörg Vetter, dafür sorgen, dass der Vorsteuergewinn 2014 nur auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. Helaba-Chef Hans-Dieter Brenner will sich darauf konzentrieren, die Marktposition seines Instituts zu sichern und auszubauen.

2013 konnte die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) trotz hoher Kosten für die Integration des WestLB-Sparkassengeschäfts ihr Ergebnis auf dem Rekordniveau des Vorjahres halten: Der Vorsteuergewinn lag mit 510 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert von 512 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr stellt sich die Helaba angesichts der Vielzahl schärferer Regeln für Banken aber auf sinkende Gewinne ein. „Dieser Regulierungstsunami geht ja einher mit einer Kostenbelastung“, sagte Brenner am Donnerstag in Frankfurt. „Wir haben momentan eine sehr, sehr volatile Umgebung.“ Zum erwarteten Vorsteuergewinn für 2014 sagte er: „500 Millionen werden es nicht sein, es werden aber mehr als 400 Millionen sein.“ Im ersten Quartal seien die Geschäfte gut angelaufen, erklärte der Helaba-Chef.

Gut gerüstet sieht sich die Helaba für die laufenden Tests der Europäischen Zentralbank (EZB), die am 4. November die Aufsicht über die größten Banken im Euroraum übernimmt. Vorher durchleuchtet die EZB die Bilanzen der Institute auf mögliche Risiken und Kapitallöcher, im Sommer folgt ein Stresstest.

Die Bilanzchecks sorgen bei beiden Instituten für zusätzliche Arbeit. Seit Februar prüfen 50 Mitarbeiter der EZB die Bücher der LBBW auf mögliche Risiken und Kapitalbedarf, berichtete Vetter in Stuttgart. Die Kosten für die Erfüllung der Richtlinien dürften nach seinen Worten 2014 noch 30 bis 40 Millionen Euro über den 150 Millionen vom Vorjahr liegen.

Im vergangenen Jahr hatte die LBBW ihr Ergebnis vor Steuern um 18 Prozent auf 471 Millionen Euro gesteigert. Erstmals seit der Finanzkrise wird die größte deutsche Landesbank wieder eine Dividende an die Eigentümer - das Land, der Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie die Stadt Stuttgart - zahlen.

Hinter der Landesbank liegt ein tiefgreifender Umbau, den die LBBW nach der Finanzkrise auf Druck der EU wegen der erhaltenen Staatshilfen angehen musste. Die Bilanzsumme wurde drastisch verkleinert, 2500 Stellen gestrichen und Risiken abgebaut.


LBBW Pressemitteilung



dpa

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