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Wirtschaft Länger arbeiten für weniger Geld
Nachrichten Wirtschaft Länger arbeiten für weniger Geld
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00:01 06.08.2016

/Schwerin. Ostdeutsche Arbeitnehmer verdienen immer noch deutlich weniger als ihre westdeutschen Kollegen und arbeiten dazu länger: Im Jahr 2015 hätten Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern 20 Prozent weniger als die Arbeitnehmer in den alten Ländern verdient, berichtete die „Passauer Neue Presse“ unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Landesämter.

Die Bruttolöhne lagen demnach in Ostdeutschland – ohne Berlin – im Schnitt bei rund 26800 Euro und in Westdeutschland – ebenfalls ohne Berlin – bei knapp 33500 Euro. Zudem arbeiteten Beschäftigte in den neuen Bundesländern den Angaben zufolge pro Jahr 78 Stunden mehr als die Bürger in den Altländern.

In Ostdeutschland entfielen den Daten zufolge im vergangenen Jahr 1370 Arbeitsstunden auf einen Arbeitnehmer, in Westdeutschland waren es 1292 Stunden. „Die Spaltung am Arbeitsmarkt hält auch über ein Vierteljahrhundert nach der Wende an“, zitierte die Zeitung die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann, die die Daten ausgewertet hatte. „Von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Ost und West kann nicht gesprochen werden.“ Die Bundesregierung habe sich offensichtlich mit einem „Sonderarbeitsmarkt Ost“ abgefunden, kritisierte die Arbeitsmarktexpertin. Dies sei „nicht akzeptabel“.

In Mecklenburg-Vorpommern hatte zuvor Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) seine Forderung nach mehr Tariftreue untermauert. Die damit verbundene Angleichung der Ost-Löhne an das deutlich höhere Westniveau sei nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft, hatte Sellering betont. Im Wettbewerb um Fachkräfte könnten nur Firmen mithalten, die faire Löhne böten.

OZ

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