Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Lagarde: Deutschland muss seine Überschüsse investieren

Exportstärke in der Kritik Lagarde: Deutschland muss seine Überschüsse investieren

IWF-Chefin Christine Lagarde hat Deutschland erneut aufgefordert, seine Exportüberschüsse für Investments in die Infrastruktur zu nutzen.

Voriger Artikel
Linke: Handel soll abgelaufene Lebensmittel billiger abgeben
Nächster Artikel
Firmenpleiten: Start-up-Verband fordert „Zweite Chance“

IWF-Chefin Christine Lagarde in der Zentrale des Internationalen Währungsfonds in Washington. Lagarde fordert Deutschland dazu auf Exportüberschüsse in die Infrastruktur zu investieren.

Quelle: Michael Reynolds

Washington. IWF-Chefin Christine Lagarde hat Deutschland erneut aufgefordert, seine Exportüberschüsse für Investments in die Infrastruktur zu nutzen.

Es sei legitim für ein Land wie Deutschland mit alternder Bevölkerung, nach einem Überschuss zu trachten, sagte Lagarde in einem Interview von Journalisten der Zeitungen „Le Figaro“, „Le Soir“ und „El Pais“, die dem Verbund führender europäischer Zeitung (LENA) angehören. „Vier Prozent wäre vielleicht gerechtfertigt, acht Prozent sind es nicht“, fügte die Exekutivdirektorin des Internationalen Währungsfonds hinzu.

Der große deutsche Exportüberschuss wird seit längerer Zeit international angeprangert, unter anderem von US-Präsident Donald Trump. Zuletzt hatte sich auch der französische Präsidentschaftsbewerber Emanuelle Macron kritisch geäußert und die deutsche Exportstärke als „nicht mehr tragbar“ bezeichnet.

„Die gute Nachricht ist: Deutschland hat bereits begonnen zu investieren, auch durch die Finanzierung von Flüchtlingen“, sagte Lagarde. Sie hob hervor, dass Deutschland sich als eines von wenigen Ländern zu einer Entwicklungsförderung in Höhe von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bekenne. „Es ist aber ein langsamer Prozess und wir empfehlen noch immer mehr“, betonte Lagarde. Als Beispiele nannte sie den möglichen Ausbau von Breitband-Kabeln in Deutschland.

„Wenn es zu exzessiven Ungleichgewichten kommt, wenn es ausufernde Ungleichheit gibt oder Instabilität im Finanzsystem, das alles ist schlecht für die Stabilität und für nachhaltiges Wachstum. Wir zögern nicht, das auch zu sagen“, erklärte Lagarde.

Die Französin wird an diesem Donnerstag mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammentreffen. Dann startet der IWF in Washington seine Frühjahrstagung, in deren Rahmen auch ein Treffen der G20-Finanzminister stattfindet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Beitritt in die EU
Außenminister Sigmar Gabriel während seiner Rede in Pristina.

EU-Beitrittsperspektive als Stabilitätsfaktor: Funktioniert das auf dem Balkan noch? Die Spannungen in der Region wachsen. Gabriel sagt bei seinem Besuch europäische Hilfe zu.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.