Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Linde macht nach Rekordjahr weiter Tempo
Nachrichten Wirtschaft Linde macht nach Rekordjahr weiter Tempo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 07.03.2013
Das Logo der Linde Group an der Zentrale in München. Foto: Frank Leonhardt
München

„Im Geschäftsjahr 2016 streben wir ein operatives Konzernergebnis von mindestens 5 Milliarden Euro an“, erklärte Linde-Chef Wolfgang Reitzle, der seinen Posten im kommenden Jahr abgeben will. „Diese Ziele sind in diesem Umfeld zweifelsohne ambitioniert. Wir sind aber überzeugt, sie erreichen zu können.“ Dazu sollen auch weitere Einsparungen beitragen. Wachstumschancen böten vor allem die weltweiten Megatrends Energie, Umwelt und Gesundheit sowie die Schwellenländer.

Sparpotenziale sieht Reitzle unter anderem im Einkauf und in der IT. In dem Vierjahreszeitraum 2013 bis 2016 sollen die Bruttokosten um insgesamt 750 bis 900 Millionen Euro gedrückt werden. In den vergangenen drei Jahren betrugen die Einsparungen bereits 780 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigte Ende Dezember 62 000 Mitarbeiter.

Im Schlussquartal 2012 setzte der Konzern vor allem dank seiner jüngsten Übernahme des US-Sauerstoffgeräte-Herstellers Lincare seinen Wachstumskurs fort. Das Gesamtjahr schloss das Unternehmen mit Bestmarken bei Gewinn und Umsatz ab. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte um 10 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um fast 11 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro zu.

Dazu habe besonders die starke Nachfrage in Asien beigetragen, hieß es. Nach Steuern und Minderheiten blieb ein Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro nach fast 1,2 Milliarde Euro im Vorjahr. Von dem guten Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Vorstand will die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 2,70 Euro je Aktie anheben, nach 2,50 Euro im Vorjahr.

Im Gase-Geschäft sorgte vor allem die Lincare-Übernahme für einen kräftigen Umsatzschub um fast 14 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Der weltweite Gasemarkt dürfte nach jüngsten Konjunkturprognosen in diesem Jahr etwas stärker als 2012 wachsen, erklärte das Unternehmen. Linde wolle sich besser entwickeln als der Markt und die Produktivität weiter verbessern. Das internationale Projektgeschäft Anlagenbau entwickelte sich im vergangenen Jahr mit einem Umsatzplus um gut ein Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro vergleichsweise stabil.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Konzernchef Reitzle das Unternehmen nach elf Jahren an der Spitze verlassen wird. Auch einen sofortigen Wechsel in den Aufsichtsrat schloss der 63-Jährige in einem Zeitungsinterview aus.

Zu den Geschäften von Linde zählen Industriegase, Flaschengase, Flüssiggas, aber auch Anlagen zur Herstellung von Stickstoff und Sauerstoff für die Erschließung von Öl- und Gasfeldern. Außerdem ist Linde nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter von Wasserstoffanlagen und auch im Anlagenbau tätig.

dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck setzt nach der Absage von Wilhelm Bender als Chefberater des Hauptstadtflughafens alle Karten auf einen neuen Geschäftsführer.

07.03.2013

Die Grünen haben der Bundesregierung vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt eine einseitige Belastung der Bürger mit den Kosten der Energiewende vorgeworfen. Die Koalition habe aus dem Gesetz für erneuerbare Energien eine Subventionsmaschine für ihre Wirtschaftsklientel gemacht, sagte Fraktionschef Jürgen Trittin dem Sender n-tv.

07.03.2013

Bundesumweltminister Peter Altmaier will noch vor der Bundestagswahl die stromintensiven Unternehmen finanziell an der Energiewende beteiligen und damit ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf umsetzen.

07.03.2013