Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Löhne im Osten hinken noch Jahrzehnte hinterher
Nachrichten Wirtschaft Löhne im Osten hinken noch Jahrzehnte hinterher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:54 22.04.2016
Anzeige
Dresden

Die ostdeutschen Löhne hinken nach Einschätzung des Ifo-Instituts in Dresden noch jahrzehntelang dem Durchschnittsniveau im Westen hinterher.

Zu diesem Ergebnis hätten neue Forschungen geführt, teilte die Niederlassung am Donnerstag mit. Seit der Jahrtausendwende beträgt demnach der Abstand bei den Bruttolöhnen und Gehältern durchschnittlich 5,30 Euro pro Stunde.

Pro Jahr verringert sich der Abstand den Berechnungen zufolge nur um 1,7 Prozent. „Bei diesem Tempo würde es noch fast bis zum Jahr 2070 dauern, ehe der Lohnabstand auf unter zehn Prozent sinkt“, erklärten Jan Kluge und Michael Weber vom Ifo-Institut.

Das Lohngefälle sei vor allem auf die kleineren Betriebsgrößen im Osten zurückzuführen. Aber auch ein generell niedrigeres Preisniveau in der Region, geringere Produktivität in den Betrieben sowie eine geringere Tarifbindung spielen laut Ifo-Institut eine Rolle.

Auch die höhere Frauen-Erwerbsquote im Osten drückt laut Ifo-Institut das Lohnniveau: Sie verdienen weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit.

Für ihre Forschung haben die Wissenschaftler der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts die Daten von etwa 500 000 Vollzeitbeschäftigten und etwa 5500 Betrieben in Deutschland im Jahr 2010 berücksichtigt. Aktuellere Daten aus der Verknüpfung von Arbeitnehmer und Arbeitgeberdaten liegen noch nicht vor.

dpa

Mehr zum Thema

Die europäischen Verbraucher blicken skeptischer in die Zukunft. Eine zunehmend als unsicher empfundene Weltlage schürt die Angst vor dem Abschwung.

21.04.2016

Die Bundesregierung rechnet für das kommende Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum und hat ihre Prognose wie zuvor schon mehrere Ökonomen nach unten korrigiert.

20.04.2016

Seit Wochen werden die Europäische Zentralbank und ihr Präsident Draghi wegen der Niedrigzinsen attackiert. Der Wirtschaftsminister nennt das scheinheilig und fordert mehr Zukunftsinvestitionen. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 etwas schwächer zulegen.

21.04.2016

Steht der Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen wieder auf der Kippe? Am Freitag tagt der Aufsichtsrat dazu, aber auch danach könnte alles unklar bleiben. Bei einer betroffenen Fluggesellschaft geht die Geduld allmählich zu Ende.

22.04.2016

Ein Drei-Personen-Haushalt in Deutschland kann einer Untersuchung zufolge im Schnitt 310 Euro an Stromkosten pro Jahr sparen.

22.04.2016

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 21.04.2016 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

21.04.2016
Anzeige