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Lohngefälle in MV sorgt für politische Debatte

Schwerin Lohngefälle in MV sorgt für politische Debatte

. Die jüngsten Daten zur Lohnentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern zeigen nach Ansicht der Linken den noch immer großen Nachholbedarf im Land.

Schwerin. . Die jüngsten Daten zur Lohnentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern zeigen nach Ansicht der Linken den noch immer großen Nachholbedarf im Land.

Bei allen positiven Entwicklungen gebe es mehr Schatten als Licht. Dazu gehöre, dass Arbeitnehmer im Nordosten trotz Lohnzuwächsen im vorigen Jahr mit 25828 Euro im Schnitt noch immer ein Fünftel weniger verdienten als ihre Kollegen im bundesweiten Vergleich. „Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sollte daher endlich aufhören, die Entwicklung des Landes in rosaroten Farben zu malen“, erklärte der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Helmut Holter.

Der Oppositionspolitiker verwies auf Antworten der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion zur „sozioökonomische Entwicklung in MV“. Daraus geht hervor, dass MV 2015 unter den Flächenländern mit 10,4 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote hatte. Mit 42 Prozent erreichte der Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben einen Tiefpunkt und den niedrigsten Wert aller Bundesländer. Im Bundesdurchschnitt sind den Angaben zufolge 58 Prozent der Arbeitnehmer in Firmen mit Tarifbindung beschäftigt.

Sellering hatte bei der Vorstellung des SPD-Wahlprogramms darauf verwiesen, dass die Anhebung des Lohnniveaus zu den wichtigsten Aufgaben gehöre. Der DGB hatte in seinem Forderungskatalog zur Landtagswahl deutlich mehr Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der Unternehmen verlangt. MV sei der Lohnkeller der Nation, beklagte DGB Nord-Chef Uwe Polkaehn. Der durchschnittliche Bruttolohn eines Arbeitnehmers im Nordosten liege mit 2100 Euro im Monat um 22 Prozent unter dem in Schleswig-Holstein.

Die Unternehmerschaft in MV sieht derlei Forderungen mit Skepsis. „Die Lohnentwicklung muss sich nach der Entwicklung der Wirtschaftskraft richten. Und da gab es schon immer regionale Unterschiede“, sagte Lothar Wilken vom Unternehmerdachverband VUMV.

OZ

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