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Lufthansa kündigt 1000 neue innerdeutsche Flüge pro Monat an

Nach Air Berlin-Insolvenz Lufthansa kündigt 1000 neue innerdeutsche Flüge pro Monat an

Fliegen auf gefragten Strecken in Deutschland ist seit dem Ende von Air Berlin teurer geworden. Das hat Lufthansa, die große Teile der einstigen Konkurrentin übernehmen will, Kritik eingebracht.

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Die Lufthansa hat ab Januar 1000 weitere innerdeutsche Flüge pro Monat angekündigt. Foto. Britta Pedersen

Quelle: Britta Pedersen

Frankfurt/Main. Die Lufthansa will Kapazitätsengpässen im innerdeutschen Luftverkehr seit dem Ende von Air Berlin mit 1000 weiteren Flügen begegnen.

„Sobald wir grünes Licht aus Brüssel haben, wollen wir pro Monat allein bei Eurowings 1000 innerdeutsche Flüge dazunehmen“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der „Bild“-Zeitung (Montag). Das seien etwa 30 zusätzliche Flüge pro Tag. „Ich kann versprechen, dass mit neuen innerdeutschen Flügen wieder stabile Preise kommen. Wir als Lufthansa wollen ja nicht die deutschen Verbraucher gegen uns aufbringen“, sagte der Lufthansa-Chef.

Der Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin hatte zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken wie Berlin-München oder Berlin-Köln geführt. Air Berlin hatte am 27. Oktober nach fast vier Jahrzehnten den Flugbetrieb eingestellt.

Lufthansa will mit den nicht insolventen Teilgesellschaften LG Walter und Niki für 210 Millionen Euro einen beträchtlichen Teil des Air-Berlin-Flugbetriebs mit 81 Jets und den dazugehörigen Verkehrsrechten übernehmen. Die EU-Wettbewerbshüter müssen dafür grünes Licht geben. Die Kommission hat nach der Anmeldung des Deals vor knapp zwei Wochen 25 Arbeitstage Zeit, das Geschäft abzuklopfen. Haben die Wettbewerbshüter Bedenken, können sie vertieft prüfen. Dann wären es noch einmal 90 Arbeitstage. Bis zum Abschluss liegt das Geschäft auf Eis.

Spohr wies darauf hin, dass derzeit jeden Tag 60 000 Sitze fehlten: „Das kann keine Airline der Welt ausgleichen.“ Lufthansa tue, was sie könne, um gegenzusteuern. So werde zum Beispiel auf der Strecke Berlin-Frankfurt ein Jumbo eingesetzt. „Das rechnet sich betriebswirtschaftlich überhaupt nicht, weil es ein großes, teures Flugzeug ist. Aber es zeigt, dass wir helfen wollen“, sagte er.

Als Jumbojets werden Flugzeuge vom Typ Boeing 747 bezeichnet. Die Maschinen haben zwei Passagierdecks. Sie werden überwiegend im Transatlantik- und internationalen Fernflugverkehr eingesetzt.

Auf die Frage, ob Kunden schon jetzt gefahrlos bei Niki für den Sommer ihren Urlaubsflug buchen könnten, sagte Spohr: „Sofern Brüssel uns den Erwerb von Niki ermöglichen wird, werden wir selbstverständlich alle Ticketkäufe anerkennen“.

dpa

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