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Wirtschaft MDR: Unister-Chef wurde in Venedig offensichtlich betrogen
Nachrichten Wirtschaft MDR: Unister-Chef wurde in Venedig offensichtlich betrogen
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00:01 23.07.2016

Vor seinem Tod ist Unister-Chef Thomas Wagner in Venedig bei einem Geldgeschäft offensichtlich betrogen worden. Das ergaben Recherchen des MDR-Magazins „Exakt“.

Marino Pangos, Präsident und Sprecher der Kriminalpolizei in Nova Gorica sagte: „Wir haben italienische Dokumente gefunden, die besagen, dass Wagner Opfer eines Betrugs geworden ist, bei dem es um extrem hohe Summen ging.“ An der Unglücksstelle in Slowenien seien neben den Papieren außerdem 10000 Schweizer Franken gefunden worden, ein Geldkoffer dagegen nicht.

Unabhängig davon hatten Insider der Redaktion berichtet, dass Wagner für ein Kreditgeschäft nach Venedig geflogen sei. Um das Geschäft zustande zu bringen, sollte der Unister-Chef eine Sicherheit hinterlegen. Beim Umtausch des mitgebrachten Geldes in Schweizer Franken wurde Wagner mutmaßlich Falschgeld untergeschoben. Er habe Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Dresden Ermittlungen aufgenommen. Von den vier Todesopfern des Flugzeugabsturzes sei bisher noch keines identifiziert, hieß es.

Zu Unister gehören mehr als 40 Portale, unter anderem Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Nach dem Tod von Gründer und Gesellschafter Wagner meldete die Unister Holding am Montag Insolvenz an, danach auch vier Tochterunternehmen.

OZ

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