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Mächtige Allianz gegen Turbo-Kapitalismus

New York Mächtige Allianz gegen Turbo-Kapitalismus

Hillary Clinton, US-Konzernchefs und Großinvestoren fordern ein Umdenken in der Finanzindustrie

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Schnelle Wechsel: Anzeigetafel an der New Yorker Börse.

Quelle: dpa

New York. . Mit vereinten Kräften für die Entschleunigung der Finanzwelt: Nach der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton fordert in den USA nun auch ein Bündnis einflussreicher Konzernlenker und Großinvestoren mehr langfristiges Denken von Unternehmen und Anlegern. 13 der mächtigsten US-Wirtschaftsgrößen – darunter Starinvestor Warren Buffett, General-Motors-Chefin Mary Barra und JPMorgan-Boss Jamie Dimon – zweifeln den Nutzen der Flut von Quartalszahlen an, die Anleger regelmäßig in Aufruhr versetzt.

„Unsere Finanzmärkte sind zu besessen von vierteljährlichen Gewinnprognosen“, heißt es in einem kürzlich in US-Zeitungen und im Internet veröffentlichten Aufruf zur besseren Unternehmensführung. Auch Larry Fink und Bill McNabb, die Chefs der riesigen Vermögensverwalter Blackrock und Vanguard, sowie General-Electric-Boss Jeff Immelt zählen zu den Unterzeichnern. Firmen sollten sich bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen und beim Geschäftsausblick fragen, ob der Fokus auf das Erreichen kurzfristiger Ziele nicht mehr Gefahren als Vorteile bringe, so der Appell.

Einmal alle drei Monate gewähren börsennotierte Unternehmen Einblick in ihre Bilanzen. An diesen Zahlen müssen sich Unternehmen immer wieder messen lassen. So entsteht ein Kreislauf kurzfristiger Erwartungen. Manager neigen deshalb mitunter dazu, schnelles statt nachhaltiges Wachstum in den Vordergrund zu stellen. Wenn es aber nur darum geht, die Erwartungen der Wall Street zu erfüllen, kann das zum Problem für die Volkswirtschaft werden. Zum Beispiel wenn die Ausgaben in Forschung und Entwicklung darunter leiden – sie gelten als Schlüssel für dauerhafte Wirtschaftskraft durch Innovation.

Langfristiger Erfolg sei „entscheidend für das Wachstum und eine bessere finanzielle Zukunft amerikanischer Arbeiter, Rentner und Anleger“, mahnen Buffett, Dimon und Co. Zuvor hatte sich Hillary Clinton im US-Wahlkampf bereits ähnlich geäußert und mit dem Appell an Unternehmen und Investoren von sich reden gemacht, die „Tyrannei“ der Kurzfristigkeit zu überwinden.

OZ

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