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Markl bleibt ADAC-Präsident

Hauptversammlung Markl bleibt ADAC-Präsident

Nach dem ADAC-Skandal trat August Markl als Reformpräsident an, nun will er den Automobilclub mit einer digitalen Offensive fit für die Zukunft machen. Der 68-Jährige erhält das Vertrauen der Delegierten bei der Hauptversammlung in Nürnberg.

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Der Präsident des ADAC, August Markl.

Quelle: Peter Kneffel/archiv

Nürnberg. Der ADAC will sich nach Jahren der Krise mit einer digitalen Offensive breiter aufstellen. Deutschlands größter Automobilclub drohe sonst seine Relevanz für Mitglieder, Kunden und die Gesellschaft zu verlieren, warnte Vereinspräsident August Markl bei der Hauptversammlung in Nürnberg.

Die Delegierten stärkten dem 68-Jährigen den Rücken: Mit klarer Mehrheit wurde Markl als Präsident bestätigt.

Auf dem Höhepunkt des Skandals um manipulierte Ergebnisse beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ hatte der gelernte Arzt Ende 2014 die Führung übernommen. Er stieß tiefgreifende Reformen an, um nach der Krise das Vertrauen in den Club wiederherzustellen. Dazu gehörte eine Auslagerung der Versicherungs-, Verlags- und sonstigen Geschäfte des ADAC in eine eigenständige Aktiengesellschaft (SE). Als dritte Säule wurde eine gemeinnützige ADAC-Stiftung geschaffen, deren Schwerpunkt auf Luftnotrettung und Verkehrserziehung liegt.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung stand die Rolle des ADAC in Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels. Der Automobilclub müsse sich an die Digitalisierung und veränderten Bedürfnisse der Menschen anpassen, sagte Markl vor den mehr als 200 Delegierten.

Daher teste der ADAC nicht nur Autos, sondern alle Formen der Mobilität - vom öffentlichen Personennahverkehr über E-Bikes und Car-Sharing-Angeboten. Zudem werde verstärkt in Bereiche wie Reise, Freizeit, Parken oder Tanken investiert. Über neue Informations- und Buchungsplattformen wolle der ADAC vor allem jüngere Menschen ansprechen, kündigte Markl an.

Der Präsident pochte zudem auf mehr Effizienz und Kostenbewusstsein beim ADAC. Es gelte, klug zu sparen, um Mittel und Budgets für künftige Investitionen freizusetzen, mahnte Mark.

Vor allem Sondereffekte durch die einschneidenden Reformen - etwa Vermögensübertragungen an die ADAC-Stiftung - hatten 2016 das Jahresergebnis gedrückt. Der Verlust lag bei 327,9 Millionen Euro, bereinigt stand unter dem Strich ein Minus von 2,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von vier Millionen Euro im Vorjahr. Bei den Mitgliederzahlen verbuchte der ADAC im vergangenen Jahr ein Plus. Ende Dezember 2016 zählte er 19,62 Millionen Mitglieder - ein Anstieg um rund 467 000 im Vergleich zum Vorjahr.

dpa

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