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00:00 22.08.2014
Blick in ein Moskauer McDonald‘s-Restaurant am Maneshnaja-Platz. Vier Filialen der Kette wurden jetzt geschlossen. Quelle: Maxim Shipenkov/dpa
Moskau

Es ist eines der am besten besuchten McDonald‘s-Restaurants auf der ganzen Welt — doch gestern blieb die Filiale am Moskauer Puschkin-Platz geschlossen. Offiziell weil die staatliche Lebensmittelaufsicht Bedenken hat und die Verbraucher schützen will. De facto weil Russland sich wegen der Krise in der Ukraine mit dem Westen verkracht hat.

McDonald‘s, Sinnbild der amerikanischen Lebensart, ist offenbar zwischen die Fronten geraten. Die russischen Behörden schlossen jetzt vier Filialen in der Hauptstadt, weitere stehen kurz davor. Eine davon, die am Puschkin-Platz, war die erste überhaupt in der untergehenden Sowjetunion. Sie wurde 1990 eröffnet. Rund 30 000 Menschen standen damals Schlange.

Gestern Morgen schienen die meisten schon Bescheid zu wissen. Nur ein paar Unwissende rüttelten an den Glastüren. Rentner Iwan hatte sich auf der Terrasse niedergelassen. Auf die Frage, warum McDonald‘s geschlossen sei, sagte er: „Sie kommen wohl nicht von hier — oder?“ Klar, vielleicht gebe es hygienische Probleme, „aber ich glaube, das hat was mit den Sanktionen zu tun. Was soll man machen? Wir haben Krieg.“

Seit der Verschlechterung der Beziehungen zum Westen belegte Moskau alles Mögliche mit einem Import-Bann: Milch und Käse aus der Ukraine, Pfirsiche aus Griechenland, Pflaumen aus Serbien, Äpfel aus Polen und Österreich oder Fleisch aus Spanien.

Unterdessen hat Russland einige Waren von seiner Sanktionsliste wieder ausgenommen — unter anderem laktosefreie Milch, Kartoffelsetzlinge, junge Lachse und Forellen sowie biologische Zusatzstoffe.



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