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Meerestechnik-Chef Fassmer: „Weltmarkt pfui, Deutschland hui“

Hamburg Meerestechnik-Chef Fassmer: „Weltmarkt pfui, Deutschland hui“

. Weltweit bricht die Schiffbauindustrie fast zusammen, doch die Geschäfte der deutschen Werften laufen gut.

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Harald Fassmer, VSM-Präsident

Quelle: Verband

Hamburg. . Weltweit bricht die Schiffbauindustrie fast zusammen, doch die Geschäfte der deutschen Werften laufen gut. In den ersten vier Monaten des Jahres gingen bei den heimischen Schiffbauern Aufträge über neun Schiffe im Wert von 1,3 Milliarden Euro ein, teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) am Mittwoch in Hamburg mit. Darin sind die Bestellungen der malaysischen Genting Group über zehn Schiffe im Wert von 3,5 Milliarden Euro noch nicht enthalten, weil dieser Auftrag erst im Mai erteilt wurde.

Mit insgesamt knapp fünf Milliarden Euro im vergangenen Jahr haben sich die Auftragseingänge deutscher Werften seit 2013 fast verdoppelt. Mit rund 18 000 Mitarbeitern, fast 600 mehr als 2014, ist die Zahl der Beschäftigten bei einheimischen Werften auf Wachstumskurs. „Dieser Erfolg gründet darauf, dass unter unseren aktiven Bestellern viele anspruchsvolle Kunden sind“, sagte VSM-Präsident Harald Fassmer.

Um der Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen und anderen technisch komplexen Einzelprojekten gerecht zu werden, seien viele hoch spezialisierte Experten, eine hohe Zuverlässigkeit und perfekte Koordination nötig. „Diese Strukturen sind in Deutschland über Jahrzehnte entstanden und lassen sich nur schwer reproduzieren.“ Für den Erfolg der Branche sei die gesamte Wertschöpfungskette verantwortlich.

In Zukunft will der Verband das Siegel „Made in Germany“ stärker vermarkten. Auch chinesische Werften drängen auf den Markt und gelten bei den deutschen Schiffbauern als ernstzunehmende Konkurrenz.

„Der Bau von Kreuzfahrtschiffen wurde in China zum Staatsziel erklärt“, sagte Fassmer. Er könne sich sehr gut vorstellen, dass bei einem solchen Prestigeprojekt entsprechende finanzielle Möglichkeiten geschaffen werden, die den Kostendruck verringern. Das würde den Wettbewerb verschärfen.

Auf dem globalen Markt geht es für den Schiffbau seit Jahren jedoch bergab.

Bis Ende April seien bisher nur 114 Schiffe im Wert von 11,3 Milliarden Euro in Auftrag gegeben worden. Zwischen den Jahren 2013 und 2015 halbierten sich die Bestelleingänge gemessen an der Zahl der Schiffe. Im vergangenen Jahr waren Aufträge über 1400 Schiffe erteilt worden, 2013 waren es noch mehr als 2800.

Aleksandra Bakmaz

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