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Wirtschaft Mega-Deal: Vodafone trennt sich von US-Beteiligung
Nachrichten Wirtschaft Mega-Deal: Vodafone trennt sich von US-Beteiligung
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03:57 03.09.2013
Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone zählt zu den Riesen der Branche. Quelle: dpa

Es ist einer der größten Deals der Wirtschaftsgeschichte: Vodafone verkauft seine Beteiligung am US-Mobilfunkriesen Verizon Wireless für 130 Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Briten von 45 Prozent geht für umgerechnet 98,5 Milliarden Euro an den Mutterkonzern Verizon, wie die Unternehmen gestern Abend nach Börsenschluss mitteilten.

Verizon sichert sich mit dem Kauf des Vodafone-Anteils den größten Mobilfunkanbieter der USA komplett. Wenn die Behörden zustimmen, soll die Übernahme im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Verizon will den Kauf mit Hilfe eines Kredits über mehr als 60 Milliarden Dollar stemmen. Vodafone bekommt das Geld für seinen Anteil in Aktien und bar. An dem Geldsegen will der Konzern auch seine Aktionäre beteiligen.

Mit dem Verkauf seines US-Geschäfts trennt sich der britische Mobilfunkriese von einem seiner wertvollsten Konzernteile. Die Briten schlagen seit einiger Zeit Sparten los, die sie nicht vollständig kontrollieren. Allerdings braucht Vodafone auch dringend Geld, um das Europageschäft auf Vordermann zu bringen. Hier ist Vodafone wegen der starken Konkurrenz unter anderem durch die Deutsche Telekom einem erheblichen Preisdruck ausgesetzt.

Der Konzern holt deshalb zum Befreiungsschlag aus und setzt auf die Verbindung von Mobilfunk und Kabelnetzen, um so ein Paket von Mobilfunk, Festnetz, Internet und Fernsehen anbieten zu können. Dafür sind Zukäufe von Kabelnetzbetreibern geplant. Der britische Glasfasernetzbetreiber Cable & Wireless wurde bereits für rund eine Milliarde Pfund gekauft.

Auf dem wichtigen deutschen Markt will Vodafone Kabel Deutschland übernehmen. Sollte die Übernahme gelingen, müsste er knapp elf Milliarden Euro auf den Tisch legen.

OZ

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