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MeinFernbus/FlixBus wollen bis 20 Millionen Passagiere fahren

Berlin MeinFernbus/FlixBus wollen bis 20 Millionen Passagiere fahren

MeinFernbus und FlixBus wollen nach ihrem Zusammenschluss schnell expandieren. „Unser Ziel sind 1000 Busse Ende 2015“, sagte Geschäftsführer Torben Greve in Berlin.

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MeinFernbus und FlixBus fusionieren.

Quelle: Lukas Schulze

Berlin. MeinFernbus und FlixBus wollen nach ihrem Zusammenschluss schnell expandieren. „Unser Ziel sind 1000 Busse Ende 2015“, sagte Geschäftsführer Torben Greve in Berlin.

Derzeit haben die beiden Unternehmen bei ihren mittelständischen Partnern 560 Busse unter Vertrag. Nach insgesamt 10,7 Millionen Fahrgästen im vergangenen Jahr wollen beide Unternehmen in diesem Jahr 18 bis 20 Millionen Menschen fahren.

Es soll mehr Verbindungen in mittelgroße Städte wie Osnabrück, Bayreuth und Offenburg geben, dichtere Takte und Nachtbusse auf Hauptstrecken, mehr Fahrten an Nord- und Ostsee und Expressfahrten ohne Zwischenhalt, womit der Rückstand zur meist schnelleren Bahn sinkt.

Die neuen Ziele liegen auch im Ausland, etwa in Paris, Brüssel, Venedig und Verona. „Das Ziel ist, in einigen Jahren ein europaweites Angebot zu haben“, sagte Greve. In Deutschland stehen die fusionierten Unternehmen bisher für drei Viertel des Angebots.

Die geplante Expansion hängt aber sehr davon ab, ob sich noch Busfahrer und Halteplätze finden. „Der Fahrermangel ist am Markt spürbar“, sagte Geschäftsführer Panya Putsathit. Man müsse eben eine „Schippe drauflegen“, um auch Fahrer von Stadtbussen abzuwerben. Notwendig sei, dass die Städte die überlasteten Omnibusbahnhöfe ausbauen. Wichtige Stationen wie Berlin seien zu klein.

„Wir sind seit dem Tag, an dem wir es verkündet haben, eine Firma“, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein. So einfach ist die Struktur aber nicht: Beide Unternehmen bleiben jeweils als GmbH bestehen, werden aber verflochten. Jeder der insgesamt fünf Geschäftsführer ist auch Geschäftsführer im jeweils anderen Unternehmen. Die FlixBus GmbH in München fungiert als Dachgesellschaft des Konstrukts. Der Standort Berlin als bisherige MeinFernbus-Zentrale bleibt erhalten.

Die Gründer bleiben die größten Gesellschafter, Nummer zwei wird die Investmentgesellschaft General Atlantic. Wieviel Geld sie in die beiden Firmen steckt, blieb am Freitag offen. Geld kommt auch von den FlixBus-Anteilseignern Holtzbrinck Ventures und UnternehmerTUM, dem Gründerzentrum an der TU München. In Deutschland sollen beide Unternehmensnamen auf den Bussen stehen, im Ausland FlixBus.

Im Zuge der europaweiten Expansion soll es auch eigenständige Landesgesellschaften geben, vielleicht auch einen Börsengang. „Das Thema AG ist natürlich eine Option, die wir uns offenhalten“, sagte Geschäftsführer Jochen Engert. Alle 500 Beschäftigten sollen bleiben. „Wir brauchen alle Mitarbeiter für die Expansion“, sagte Greve.

Bundesweit gibt es nach Angaben des Berliner Iges-Instituts 261 Fernbuslinien, vor einem Jahr waren es demnach 143. Der britische Anbieter megabus.com warf den Behörden am Freitag vor, Genehmigungen zu verzögern und so seine Expansion in Deutschland aufzuhalten.

Die Deutsche Post kündigte an, ihr Postbus-Angebot auszuweiten. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte einen Bericht der „Rheinischen Post“. Abgerundet werde es mit Hotelangeboten, Fernreisen und insbesondere Städtereisen inklusive Postbus und Hotel, sagte Postmanager Achim Dünnwald, für das deutsche Brief- und Mobilitätsgeschäft zuständiger Bereichsvorstand, der Zeitung. Das neue Angebot Post Reisen starte am 12. Januar. Zugleich wolle die Post ihr Fernbus-Netz ausbauen. „Wir haben neue Strecken ausgeschrieben“, sagte Dünnwald der Zeitung. „Gerade ins nähere Ausland wollen wir so unsere Reichweite erhöhen und innerhalb Deutschlands die Busse häufiger fahren lassen.“


Presseseite MeinFernBus
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dpa

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