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Merkel: Digitalisierung spaltet

Stralsund Merkel: Digitalisierung spaltet

Kanzlerin in Stralsund: Wohlstand für alle nur möglich, wenn Netzausbau gelingt

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Stralsund. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat während ihres Besuchs gestern Abend in Stralsund vor einer Spaltung der Gesellschaft durch die fortschreitende Digitalisierung gewarnt, gleichzeitig aber die großen Chancen für den Wohlstand betont, wenn der Netzausbau hierzulande gelingt. „Gerade in einem ländlich geprägten Land wie Mecklenburg-Vorpommern gibt es Angst vor Rationalisierung in Firmen, wenn immer mehr elektronisch läuft“, sagte Merkel. Deshalb sei es aktuell eine der wichtigsten Aufgaben von Unternehmern, ihren Mitarbeitern Bedenken zu nehmen und klarzumachen, welche Chancen das Netz biete, sagte Merkel beim Treffen des CDU-Wirtschaftsrates von MV im Stralsunder Rathaus: „Bei meinen Reisen durch Europa habe ich keinen Betrieb gesehen, der durch Digitalisierung Arbeitsplätze verloren hat: Im Gegenteil, es sind mehr Stellen geworden, aber die Aufgaben haben sich verlagert.“

Angela Merkel gestern auf dem Jahresempfang des CDU- Wirtschaftsrates FOTO: S. SAUER/DPA

MV habe nun beste Voraussetzungen für die digitale Wende mit aktuell 1,3 Milliarden Euro bewilligten Mitteln für den Breitbandausbau – so viel Fördergeld hat derzeit kein anderes Bundesland.

Unternehmen auf dem Land könnten bald mit klugen Ideen Kunden noch schneller erreichen, so die Kanzlerin. Auch in der Ausbildung biete das schnelle Netz Riesen-Vorteile. Die Schule auf dem Grünen Berg in Bergen auf Rügen verfüge inzwischen über das schnellste Internet Deutschlands.

Wohlstand für alle sei aber nur möglich, wenn sich auch alle Bürger für das Netz öffneten. Dazu bedürfe es Strukturen, die jeden zur Teilnahme motivierten. Zum Beispiel, wenn Bankgeschäfte oder ärztliche Versorgung nur noch über digitale Kanäle abzuwickeln seien. Merkel befürwortete, Firmen datenschutzrechtlich entgegenzukommen. Sie müssten auch hierzulande leichter Kundendaten sammeln können, um diese fürs Geschäft zu nutzen. Alexander Loew

OZ

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