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Merkel: Verlorenes Vertrauen in Banken noch nicht ganz zurück

Berlin Merkel: Verlorenes Vertrauen in Banken noch nicht ganz zurück

Die Banken haben das in der Finanzkrise verlorengegangene Vertrauen nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „noch nicht in vollem Umfang zurückgewonnen“.

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Der Ruf der Banken ist nicht der beste. Als neuer Präsident des Bankenverbandes will Jürgen Fitschen verlorenes Vertrauen in die Branche zurückgewinnen. Foto: Boris Roessler

Berlin. „Es ist wichtig, dass sich Banken auch in einer dienenden Funktion für ein Gesamtsystem sehen“, sagte Merkel am Montagabend bei einem Empfang des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin. Die Erhöhung der Eigenkapitalquoten habe das Bankensystem bereits stabiler gemacht. Die Politik habe die Aufsicht gestärkt und ausgebaut. Was aber noch fehle, sei ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus, wenn eine Bank mit ihrem Geschäftsmodell scheitere, sagte Merkel.

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Der Ruf der Banken ist nicht der beste. Als neuer Präsident des Bankenverbandes will Jürgen Fitschen verlorenes Vertrauen in die Branche zurückgewinnen. Foto: Boris Roessler

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Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen warnte vor einer überzogenen Regulierung der Kreditwirtschaft. „All das, was wir tun, findet unter Wettbewerbsbedingungen statt“, sagte Fitschen, der das Präsidentenamt beim Bankenverband übernimmt. „Ansonsten läuft Europa insgesamt Gefahr, dass andere sich sehr viel besser positionieren.“

Mit einer Haftung der Geldanleger bei Schieflagen von Banken habe er kein Problem, sagte Fitschen. Dazu müssten aber der Rahmen und die Rangfolge bei der Haftung klar gesetzt werden. „Die Reihenfolge muss stimmen: Erst kommt das Kapital, die Eigentümer, dann Nachranggläubiger und dann gegebenenfalls auch diese Einleger.“ Dann könne sich niemand dahinter verstecken, dass er es nicht gewusst habe. Natürlich könne dies den Wettbewerb um Einlagen ändern. „Darin sehe ich aber nichts Dramatisches“, sagte Fitschen. Jeder entscheide, ob er für bessere Qualität einen geringeren Zins in Kauf nimmt oder umgekehrt.

Zypern ist nach Ansicht Fitschens ein Einzelfall. „Ich glaube nicht, dass Zypern zur Blaupause wird.“ Am Prinzip der gesetzlichen Einlagensicherung sollte man nicht rütteln. Diese liegt EU-weit bei 100 000 Euro. Zum Kampf der Politik gegen Steueroasen sagte Fitschen, nicht die Banken hätten ein hohes Interesse daran, „die Steueroasen feucht zu halten“. Es wäre wünschenswert, wenn sich alle EU-Staaten auf ein Schema einigen könnten. Dann könne den Banken nicht der Schwarze Peter zugeschoben werden.

Der 64-jährige Manager löste Andreas Schmitz an der Spitze des Bankenverbandes deutscher Banken ab. Der Vorstandssprecher der Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus hatte die Präsidentschaft im März 2009 in der Finanzkrise übernommen. Fitschen, der die Deutsche Bank seit Juni gemeinsam mit Anshu Jain führt, ist für drei Jahre als Verbandschef gewählt. Der BdB vertritt die privaten Banken.

 

Mitschnitt Fitschen-Pk

Präsidium Bankenverband

 

dpa

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