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Messe ahoi! 32 Firmen aus MV auf der Hanseboot

Bad Doberan/Hamburg Messe ahoi! 32 Firmen aus MV auf der Hanseboot

Heute beginnt in Hamburg die internationale Bootsmesse / 550 Aussteller präsentieren Yachten, Zubehör und Dienstleistungen

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Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU)

Quelle: Sauer/dpa

Bad Doberan/Hamburg. Wenn heute in Hamburg die Hanseboot beginnt, ist die Farbe auf den alten Segeltüchern von Jeannine Rafoth gerade erst getrocknet. Bis Donnerstagabend hat die Künstlerin aus Bad Doberan an den Ausstellungsstücken gearbeitet. „Es ist meine Premiere auf dieser großen Messe, das ist eine aufregende Geschichte“, sagt die Künstlerin, die maritime Motive auf gebrauchte Segel zeichnet.

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Heute beginnt in Hamburg die internationale Bootsmesse / 550 Aussteller präsentieren Yachten, Zubehör und Dienstleistungen

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550 Aussteller, darunter 32 aus Mecklenburg-Vorpommern, präsentieren zum 6. November Yachten, Zubehör und Dienstleistungen rund um den Boot- und Wassersport. Neben einigen großen Unternehmen, wie der Greifswalder Hanseyachts AG, sind vor allem kleinere Firmen aus dem Nordosten vertreten – wie die Rostocker Bootswerft Schritt. „Auf der Messe schließen wir viele Geschäfte für das Folgejahr ab“, erzählt Inhaberin Saskia Schritt. Ihre Boote und Motoren würden vor allem Kunden aus Norddeutschland erwerben. Aber: „Im vergangenen Jahr haben wir auf der Messe sogar zwei Boote nach Bayern verkauft.“

Schwimmstege aus Aluminium und Beton will Lutz Ackermann von der Yachthafenausrüstung Müritz an interessierte Kundschaft verkaufen. Auch Versorgungssäulen, Schmutzwasserpumpen, Bootshebeanlagen hat der Unternehmer aus Röbel im Angebot. „Neben der Neukunden-Gewinnung nutze ich die Messe, um Geschäftskontakte zu pflegen.“.

Auch die Warnemünder Woche ist auf der Messe vertreten. Die Organisatoren um den sportlichen Leiter Peter Ramcke sind im Obergeschoss der Halle B3 anzutreffen. Auf dem Plan stehen etwa Gespräche mit den großen Veranstaltern aus Kiel und Travemünde. „Mir schwebt vor, dass wir viel genutztes Equipment tauschen und uns so gegenseitig im Jahresverlauf unterstützen“, sagt Ramcke.

Ebenfalls beworben wird das Hafenfest in Stralsund. Die Segelmacherei und Tuchwerkstatt von Sebastian Hentschel aus Greifswald zeigt Rollreffsysteme und Segel. Die Firma Eberspächer aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) stellt an einem gemeinsamen Stand mit dem Hamburger Unternehmen J. A. Schlüter Söhne Heizsysteme vor: Die können über eine Smartphone-App oder den Internetbrowser reichweitenunabhängig bedient werden.

Bilder von kleinen Häfen aus MV schmücken ebenfalls die Messestände. Mit dabei sind zum Beispiel der Bootshafen Kühlungsborn, die Marinas Neuhof und Wiek. „Wir werben vor allem für unsere Liegeplätze“, berichtet Torsten Brandt, Geschäftsführer des Barther Yachthafens. Der Stand sei etwas kleiner als in den Vorjahren. Denn die Messe sei nicht mehr so gut besucht wie früher.

Rund 72000 Menschen sind im vergangenen Jahr zur Hanseboot gekommen, 4000 weniger als im Vorjahr. Im Schnitt sind die Besucher 40 bis 60 Jahre alt. „Messen spiegeln immer auch den Markt wider“, betont Projektleiter Heiko Zimmermann. Gerade der Segelsport kämpfe mit Überalterung und Nachwuchsproblemen. Mit einem neuen Konzept soll nun das jüngere Publikum angelockt werden. Unter anderem ist der Bereich für Funsport erweitert worden, so dass jetzt in der Halle auch Seabobfahren und Wakeboarden möglich sind. Größer gespielt wird auch das Thema Refit, das ist die Sanierung und Aufwertung von gebrauchten Booten.

Außerdem öffnet die Messe an Werktagen von 12 bis 20 Uhr und damit zwei Stunden später als in den Vorjahren. Damit will sich die „Hanseboot“ den Arbeitszeiten der Berufstätigen anpassen. Am Wochenende bleibe es bei den gewohnten Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) lobt die starke Präsenz heimischer Unternehmen auf der Messe. Sie spiegele die Bedeutung der Branche für Mecklenburg-Vorpommern wider. Der Wassertourismus ist einer unserer Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land und zugleich eine Wachstumsbranche mit überdurchschnittlich gestiegenen Bruttoumsätzen", sagte Glawe.

Der Eintritt kostet 7 Euro. Wer noch keine 16 Jahre alt ist, zahlt nichts.

Unterstützung in Millionen-Höhe

351 Projekte, die mit Wassertourismus zu tun haben, hat das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns seit 1999 gefördert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 555,1 Millionen Euro, die finanzielle Unterstützung betrug rund 393 Millionen Euro.

Im Gewerbebereich wurden 252 Millionen Euro in 150 Sportboothäfen und Marinas investiert. Die Vorhaben wurden mit 90,6 Millionen Euro an Investitionsförderung unterstützt.

Kerstin Schröder

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