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Wirtschaft Messegipfel der maritimen Krisenbranchen
Nachrichten Wirtschaft Messegipfel der maritimen Krisenbranchen
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00:01 06.09.2016

. Die Pleite der südkoreanischen Reederei Hanjin, der siebtgrößten Linienreederei der Welt, war Hauptgesprächsthema im Vorfeld der weltweit größten maritimen Messe SMM in Hamburg. Drei Tage lang kommen in der Hansestadt die führenden Vertreter von Reedereien und Werften, Zulieferern und Offshore-Ausrüstern zusammen, um sich über die technischen Neuerungen in der Branche zu informieren. Zur SMM (heute bis 9.9.) haben sich mehr als 2200 Aussteller aus 66 Ländern angemeldet. Es werden 50 000 Fachbesucher erwartet.

Düsterer als in diesem Jahr könnte das Branchenumfeld kaum sein. „Rund drei Viertel der Welt-Schifffahrt sind in einer schwierigen Situation“, gab Thomas Rehder aus dem Präsidium des Verbands Deutscher Reeder (VDR) gestern die Tonart vor. „Das betrifft nicht nur die Containerschifffahrt, sondern ebenso Gas- und Öltanker, Massengutfrachter und die Offshore-Förderindustrie.“

Während in der Schifffahrt die Krise bereits ins achte Jahr geht, erleben die Werften erst jetzt ihren Einbruch. Sie erhalten weltweit nicht einmal mehr halb so viele Aufträge wie im Vorjahr.

Und für die Banken ist die Schiffsfinanzierung nicht mehr attraktiv; sie fassen die gesamte Branche mit ganz spitzen Fingern an. Auch Uwe Beckmeyer (SPD), Maritimer Koordinator der Bundesregierung, sieht die Branche in „schwerem Wasser“ und verwies auf das Werftensterben der vergangenen Jahrzehnte. „Aber wir haben auch Kerne erhalten und geschaffen, die international Glanzlichter sind“, betonte er. „Das zeichnet Deutschland aus, wie man aus einer Strukturschwäche eine Stärke machen kann.“ Reinhard Lüken vom Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) stimmte ihm zu: Die Hälfte aller weltweiten Schiffbauaufträge entfallen mittlerweile auf Kreuzfahrtschiffe, und in diesem Segment nehmen deutsche und europäische Werften eine starke Position ein.

OZ

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