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Metaller vor harter Tarifrunde

Hamburg Metaller vor harter Tarifrunde

Am Mittwoch beginnen die Verhandlungen

Hamburg. Rote Fahnen, Trillerpfeifen und starke Worte vor maritimer Kulisse im Hamburger Hafen: So beginnen am Mittwoch die Tarifverhandlungen für die 150000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. Die Verhandlungsführer Meinhard Geiken für die IG Metall Küste und Thomas Lambusch für den Arbeitgeberverband Nordmetall kennen sich schon aus mehreren Tarifgefechten. Sie werden in der ersten Runde im alten Hauptzollamt in der Hamburger Speicherstadt aufeinandertreffen und erst einmal die grundlegenden Positionen austauschen.

Und die liegen weit auseinander. Allein die Entgeltforderung der IG Metall von sechs Prozent ist für Lambusch eine Zumutung: „Die Lohnkosten sind in den vergangenen sechs Jahren um 18,5 Prozent gestiegen, die Produktivität aber nur um 1,6 Prozent“, sagt er. „Sollte dieses Missverhältnis noch verschlimmert werden, wird der Standort Norddeutschland ernsthaft beschädigt.“ Das sieht sein Kontrahent auf der Gewerkschaftsseite ganz anders: „Sechs Prozent ist auch deshalb eine angemessene Forderung, weil es der Metall- und Elektroindustrie noch besser geht als zur letzten Tarifrunde.“

Die Konjunktur zeige nach oben, die Rendite bleibe auf hohem Niveau.

Auch die herbstliche Konjunkturumfrage von Nordmetall und vier anderen Verbänden ergab, dass es den Unternehmen im Norden nicht schlecht geht. Die meisten sind zufrieden mit ihrer Geschäftslage und befürchten auch nicht, dass sich daran etwas ändert. Dennoch dürfte vor allem die zweite Forderung der IG Metall nach einem individuellen Anspruch der Arbeitnehmer auf zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit noch mehr Konfliktstoff in sich bergen als die Entgeltforderung. Nach den Vorstellungen der IG Metall sollen Arbeitnehmer zur Erziehung von Kindern oder Pflege von Angehörigen zeitweise ihre Arbeitszeit um bis zu 20 Prozent verkürzen können, teilweise mit Lohnausgleich.

OZ

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