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Millionen-Investionen in Rostocker Fischereihafen

Rostock Millionen-Investionen in Rostocker Fischereihafen

Gleich drei Projekte sollen angegangen werden / Neuer Liegeplatz, zusätzliche Umschlagfläche, moderne Kais sollen entstehen / Land fördert mit 4,5 Millionen Euro

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Holz ist eines der wichtigsten Umschlagsgüter im Rostocker Fischereihafen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. . Im Rostocker Fischereihafen können drei größere Investitionsprojekte starten. Wie Hafenchefin Daniele Priebe gestern berichtete, soll im Spätsommer mit dem Ausbau des zusätzlichen Liegeplatzes 27 begonnen werden. Dafür seien rund 4,3 Millionen Euro veranschlagt. Zudem sei vorgesehen, auf 15000

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Gleich drei Projekte sollen angegangen werden / Neuer Liegeplatz, zusätzliche Umschlagfläche, moderne Kais sollen entstehen / Land fördert mit 4,5 Millionen Euro

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Quadratmetern im nördlichen Hafengelände eine Umschlagfläche vor allem für Schüttgut zu schaffen und mit offenen Lagerboxen auszustatten.

Das Land werde die beiden Projekte mit insgesamt rund 4,5 Millionen Euro unterstützen, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD). Den Angaben zufolge könne dann 2018/19 mit dem Umbau der Liegeplätze 4 und 5 im alten Hafenbecken zu modernen Ausrüstungskais begonnen werden.

Bekanntgegeben wurde die gute Nachricht beim gestrigen Jahresempfang mit rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Fischereihafen.„Seit zwei Jahren warten wir darauf, mit unseren Vorhaben zu beginnen“, sagt Priebe. Dazu war jedoch erst einmal das „Okay“ von der Europäischen Union aus Brüssel notwendig. Das kam im vergangenen Dezember. Und nun hat auch das Land „Grünes Licht“

gegeben. „Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Diese gute Entwicklung wollen wir natürlich weiter vorantreiben“, begründet Pegel die Förderung.

Seit drei Jahren ist der RFH auf Rekordkurs. Im vergangenen Jahr wurden 1,34 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das höchste Ergebnis in der 25-jährigen Geschichte der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH. Laut Priebe habe der RFH im laufenden Jahr an das Vorjahresniveau anschließen können. Rund 370000 Tonnen Güter gingen in den ersten drei Monaten 2016 über die Kaikante. Der Hafen sei herausgefordert gewesen, einen marktbedingten Rückgang des Holzumschlags von rund 85000 Festmeter pro Monat auf aktuell 45000 Festmeter zu kompensieren. „Ein warmer Winter und zahlreiche Orkanschäden in der Forst im vorigen Jahr haben das Angebot von preisgünstigem Holz im Binnenland erheblich vergrößert, so dass weniger importiert wurde“, so die Geschäftsführerin. Im Gegenzug entwickelten sich der Umschlag von Düngemitteln und die Einlagerung von gefrostetem Fisch im hafeneigenen Kühlhaus überdurchschnittlich.

Die Fischereihafen GmbH steht vor einer Zäsur: Priebe wird das Unternehmen zum 1. Oktober verlassen. „Aus gesundheitlichen Gründen“, sagt die 62-Jährige. Beim Gedanken an den nahenden Abschied komme Wehmut auf. „Es ist schwer, mein Herz brennt für den Hafen“, so Priebe.

Holz dominiert den Stückgutbereich

1,34 Millionen Tonnen Güter sind im vergangenen Jahr im Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH (RFH) umgeschlagen worden. Rekord. Dabei dominierte erneut Holz den Stückgutbereich mit insgesamt 858 000 Festmetern. Mit diesen Umschlagszahlen gehört der RFH zur ersten Riege der Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Hafen ist eines der größeren maritimen Gewerbegebiete im Land. Auf dem 60 Hektar großen Gelände haben sich 165 Firmen angesiedelt. Die Branchenvielfalt reicht von Schiffsausrüstung über Offshore-Service bis hin zu Einzel- und Großhandel.

Von André Wornowski und Joachim Mangler

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