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Millionen-Strafe für Fernwärmeversorger

Wolgast/Rostock Millionen-Strafe für Fernwärmeversorger

Wolgaster Firma muss wegen überhöhter Preise Geld zurückzahlen / Rostocker Stadtwerke freigesprochen

Wolgast/Rostock. Fernwärmekunden in ganz Deutschland bekommen auf Druck des Bundeskartellamtes von den Versorgungsunternehmen insgesamt 55 Millionen Euro zurück.

 

OZ-Bild

Für einige Fernwärme-Kunden in MV gibt es Geld vom Energieversorger zurück.

Quelle: Foto: Armin Weigel/dpa

Das teilte die Behörde gestern in Bonn mit. Die betroffenen Kunden profitieren dabei entweder von Rückerstattungen ihrer Versorger oder von Preissenkungen, zu denen sich die Versorger verpflichtet haben. Gegen sie hatte das Kartellamt bereits 2013 Ermittlungen wegen des Verdachts überhöhter Fernwärmepreise in den Jahren 2010 bis 2012 eingeleitet. Nun ist das Verfahren abgeschlossen.

Das meiste Geld muss innogy SE zahlen – insgesamt 12,3 Millionen Euro. Den Kunden werden ihre jeweiligen Beträge in den kommenden zwei Jahresabrechnungen gutgeschrieben. Auch die Wärmeversorgung Wolgast GmbH (WVW) ist zur Rückerstattung aufgefordert worden. Wie deren Geschäftsführerin Antje Tiedt-Schimanski auf Anfrage mitteilte, müsse das Unternehmen 1,086 Millionen Euro an seine Kunden zurückzahlen. Die Wolgaster WVW zählt zu jenen insgesamt vier Energieversorgern, die zur Danpower Unternehmensgruppe gehören und die vom Bundeskartellamt zur Rückerstattung von insgesamt gut zwei Millionen Euro aufgefordert wurden. Wie viel jeder Kunde erhält, hänge vom jeweiligen Verbrauch ab, so Tiedt-Schimanski. Im Falle der WVW seien „die Kunden betroffen, die aus dem Fernwärmenetz Wolgast sowohl im Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2012 als auch bis zum 31. Dezember 2016 Wärme bezogen haben“.

Die Rostocker Stadtwerke hat das Kartellamt vom Verdacht überhöhter Preise freigesprochen: „Das freut uns sehr, denn es ist die Bestätigung, dass unsere Preise gut und angemessen sind“, sagt Vorstandsmitglied Ute Römer. Bereits im Oktober 2015 wurden die Stadtwerke Leipzig zu einer künftigen Preissenkung von insgesamt 40,8 Millionen Euro verpflichtet.

ts/ks

OZ

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