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00:00 25.03.2017
Die Ministerpräsidenten Erwin Sellering (MV), Stephan Weil (Niedersachsen), Torsten Albig (Schleswig-Holstein), Carsten Sieling, Bürgermeister Bremens, sowie Olaf Scholz, Erster Bürgermeister Hamburgs (v.l.). Quelle: Foto: Scholz/dpa
Kiel

Die Ministerpräsidenten der norddeutschen Länder fordern vom Bund eine Aufstockung der Mittel für die Meeresforschung auf 500 Millionen Euro. „Wir gehen in die Diskussion mit einer Forderung von 100 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr“, sagte Schleswig-Holsteins Regierungschef Torsten Albig nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in Kiel. Neben den zusätzlichen Bundesmitteln wollen die Nord-Länder selbst weiteres Geld aus ihren Haushalten beisteuern.

Die Regierungschefs planen ein Forschungsnetzwerk der Einrichtungen im Norden. Sie seien keine Konkurrenten, sondern würden in der „Deutschen Allianz für Meeresforschung“ als gleichberechtigte Partner zusammenarbeiten, sagte Albig. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) glaubt an einen Erfolg der Initiative. Der Direktor des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Geomar, Peter Herzig, sprach vom Aufbau einer „European Ocean Agency oder nassen Nasa“. „Das geht natürlich nicht zum Nulltarif.“ Ein Drittel würde für gemeinschaftliche Groß-Expeditionen wie die Erkundung der Plastik-Teppiche im Pazifik verwendet. „Dafür brauchen wir mehrere Schiffe, die mehrere Monate daran arbeiten.“

Albig, Scholz sowie Carsten Sieling (Bremen), Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) und Stephan Weil (Niedersachsen, alle SPD) waren von Kiel aus mit dem Forschungsschiff „Alkor“ zu Beratungen in See gestochen.

OZ

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