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Wirtschaft Millionen für den Ausbau der Stromnetze
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00:00 28.03.2014

Die Stromnetzbetreiber lassen sich vom Streit um das künftige Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht beirren. Sie treiben den Ausbau der Leitungsnetze voran. Mehr als 400 Millionen Euro steckt der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz Transmission in sein größtes aktuelles Projekt in Mecklenburg-Vorpommern, die Anbindung des Offshore-Windparks „Baltic II“ nördlich von Rügen. „An der Trasse wird mit Hochdruck gearbeitet“, sagt Firmensprecher Siegfried Wagner. Mehrere Abschnitte des Seekabels liegen bereits im Ostseegrund. Die ersten der 80 Windkraftanlagen sollen nach Angaben des Betreibers EnBW schon 2014 ans Netz gehen, der vollständige Park dann 2015.

Um den Strom aus dem zweiten deutschen Ostsee-Windpark, der 340 000 Haushalte versorgen soll, an Land zu transportieren, ist ein Parallelkabel zur bereits bestehenden 60 Kilometer langen Netzanbindung von Markgrafenheide bei Rostock und dem seit 2011 Strom produzierenden Windpark „Baltic I“ vor Fischland/Darß erforderlich. Von dort aus werden zwei weitere, nochmals 60 Kilometer lange Seekabel zum Standort von „Baltic II“ in den Ostseegrund gelegt.

Für den Anschluss weiterer großer Ostsee-Offshoreprojekte — der Windparks „Wikinger“ und „Arkonabecken Südost“ — nordöstlich der Insel Rügen läuft derzeit das Genehmigungsverfahren. Die dafür nötigen jeweils mehr als 90 Kilometer langen Seekabel sollen über das Umspannwerk Lubmin (Vorpommern-Rügen) Strom einspeisen. Für die sechs Kabelsysteme will 50Hertz knapp eine Milliarde Euro investieren.

Baubeginn der Trassen soll 2015 sein.

Bei den „Stromautobahnen“ an Land gibt es in MV ebenfalls Ausbaubedarf — wenn auch „weit weniger als in anderen Bundesländern“, wie 50Hertz-Sprecher Wagner sagt. So sollen 220-kV-Leitungen von Güstrow (Landkreis Rostock) nach Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt sowie von Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) nach Bertikow im Uckermarkkreis (Brandenburg) zu 380-kV-Trassen umgebaut werden.

Auch der regionale Netzbetreiber Edis investiert in den Netzausbau. Mehrere 110-kV-Leitungen werden „ertüchtigt“, wie Firmensprecher Michael Elsholtz sagt. Mit höheren Masten und neuen Leiterseilen schafft die Firma Voraussetzungen zur Erweiterung der Übertragungskapazität. „Die höheren Kapazitäten sond nötig, um die großen Mengen erneuerbarer Energie einspeisen und abtransportieren zu können“, erläutert Elsholtz. Weil Windräder, Biogas- und Solaranlagen viel Strom produzieren, stößt das Stromnetz an Grenzen.

Für 7,5 Millionen Euro wird deshalb die 110-kV-Leitung vom Umspannwerk Rostock-Schutow nach Wismar komplett erneuert. Mehr als 70 neue Stahlgittermasten wurden dafür bereits 2013 gesetzt, weitere 100 sind für den Abschnitt Kröpelin—Wismar in diesem Jahr vorgesehen. Elsholtz: „Im Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein.“ In Jarmen bei Greifswald) entsteht für 3,6 Millionen Euro ein zusätzliches Umspannwerk. Auch die Leitung von Eggesin nach Anklam (Vorpommern-Greifswald) wird erneuert.



Elke Ehlers

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