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Nach 11000 Seemeilen: „Aidaprima“ erreicht Hamburg

Rostock/Hamburg Nach 11000 Seemeilen: „Aidaprima“ erreicht Hamburg

Chefingenieur Eckbert Schuster aus Rostock hat die moderne Technik des neuen Flaggschiffs von Aida Cruises zum Laufen gebracht

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Das neue Flaggschiff der Reederei Aida Cruises: die „Aidaprima“ an den Landungsbrücken in Hamburg.

Quelle: Fotos: Hannes Ewert/lukas Schulze

Rostock/Hamburg. Nach etwa 11000 Seemeilen hat die „Aidaprima“ gestern Hamburg erreicht. Chefingenieur Eckbert Schuster ist erleichtert. Der Rostocker hat die Technik an Bord des neuen Flaggschiffs der Reederei Aida Cruises zum Laufen gebracht. „Wir sind in Nagasaki mit einem sicheren Schiff losgefahren, jetzt ist es auch zuverlässig“, berichtet der 57-Jährige. Derweil könne er ruhig durchschlafen. Zuvor habe ihn die „ein oder andere Störung“ aus dem Bett geholt. „Dann bin ich im Sauseschritt runter in den Maschinenraum, das ist ein langer Weg — bis nach ganz unten“, sagt Schuster.

Zu Beginn der Überfahrt von der japanischen Werft sind 1200 Arbeiter verschiedener Gewerke an Bord gekommen, um das Schiff zu vollenden, die Technik und Innenausrüstung. Die Zahl der schwimmenden Werftarbeiter nahm stetig ab, doch einige sind noch da. Die Passagiere bekommen von ihnen wenig mit. Zu viel gibt es zu erkunden, unter anderem ein 8000 Quadratmeter großes Sonnendeck, eine Doppel-Wasserrutsche, einen Kletterpark, Shops, 29 Restaurants und Snackbars, eine Currywurst-Bude.

Per Mausklick wird die „Prima“ gestartet, ungefähr fünf Minuten dauert es, bis alle Systeme laufen. Einer der vier Motoren wird während der Liegezeit im Hafen mit umweltfreundlicherem Flüssiggas (LNG) betrieben. Bis zum 28. Mai soll der LNG-Betrieb, bei dem weniger Abgase ausgestoßen werden, reibungslos funktionieren. Auch dafür ist Eckbert Schuster verantwortlich. Klappt alles wie geplant, fliegt er dann zur „Perla“, um deren Bau zu überwachen. Die Schwester der „Prima“ soll voraussichtlich im Juni 2017 die japanische Werft verlassen. Beide Schiffe haben die gleiche Technik, unter anderem einen Luftblasenteppich, der den Treibstoffverbrauch senkt.

In den unteren Decks der „Prima“ reinigen drei Mega-Waschmaschinen mit jeweils 450 Kilogramm Fassungsvermögen Bettwäsche und Handtücher der Passagiere und die Uniformen der Angestellten. Letzte sind mit Chips versehen, die die Kleidergröße gespeichert haben und ob die Kleidung für Kellner, Zimmermädchen oder Gästebetreuer ist. So erhalten die beim Abgeben ihrer schmutzigen Wäsche sofort Ersatz.

„Man hat keine eigene Uniform, aber eine, die passt“, sagt Sebastian Benner. Der 27-Jährige aus Nordrhein-Westfalen liebt es zu reisen. Mit Aida könne er das, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. An der Mannschaftsbar bezahlt er für ein Bier 40 Cent, ein Passagier ist ab etwa 3 Euro dabei.

Menschen aus 40 Nationen sind bei der Reederei unter Vertrag. Auf der „Prima“ sieht man hauptsächlich Philippinos, Inder und Deutsche. Der 25-jährige Wustrower Conrad Buchholz ist Zweiter Nautischer Offizier und steuert das Schiff — neben dem Kapitän und anderen Offizieren. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, irgendwann will ich Kapitän sein“, schwärmt er. Gestern hat Buchholz das Festmachen in der Hamburger Hafencity überwacht. Wenige Stunden später, gegen 20 Uhr, hat die „Prima“ schon wieder abgelegt.

OZ-Leser bei der Taufe

3300 Passagiere haben auf der „Aidaprima“ Platz. Ihr künftiger Liegeplatz ist Hamburg. Ein OZ-Leser (plus Begleitung) kann die „Prima“ am Tauftag, dem 7. Mai, in Hamburg erkunden und abends die Taufe im Beachclub Hamburg del mar feiern. Wer dabei sein möchte, meldet sich per Mail unter leseraktion@ostsee-zeitung.de. Oder eine Karte an OZ, Redaktionssekretariat, Kennwort: Aida, R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock. Wichtig: Adresse, Telefonnummer und Alter nicht vergessen. Einsendeschluss: 27. April.

Von Kerstin Schröder

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