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Wirtschaft Nachhaltig und innovativ: Bauen für die Zukunft
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00:00 17.10.2017
Rostock

Jetzt kann er losgehen, der Bau des neuen „Campus Altkarlshof“ in Rostock: Die Altlastensanierung auf der Industrie-Brache des ehemaligen VEB Bitumen-Verarbeitung ist abgeschlossen. Für 5,2 Millionen Euro hat das Land 30000 Tonnen kontaminierten Bodens austauschen lassen. Auf dem Campus am Ufer der Warnow entwickelt das Rostocker Architekturbüro Bastmann &

Zavracki ein Innovationszentrum für nachhaltiges Bauen. Dort sollen Planer, Ingenieure und Architekten zukunftsträchtige Ideen fürs Bauen entwickeln. Eröffnung 2019.

Nachhaltigkeit in der Baubranche hat Zukunft in MV. Das Land hat im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung den Projektaufruf 2017 gestartet. Dabei stehen für Projekte der „integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung“ etwa 51 Millionen Euro bereit, heißt es aus dem Infrastrukturministerium.

Insgesamt wurde die Förderung von 55 Projekten beantragt. 2015 waren 58 Projekte mit insgesamt 111 Millionen Euro gefördert worden. „Mir sind zeitgemäßes Bauen, energetisches Sanieren und den Lebensverhältnissen angepasstes Wohnen ein besonderes Anliegen“, sagt Energie- und Bauminister Christian Pegel (SPD).

Im öffentlichen wie auch im privaten Bausektor müsse man heute den Aspekten Energieeffizienz, Energieeinsparung und Klimaschutz einen immer bedeutenderen Platz einräumen. „Ob Umstellung auf energieeffiziente Heizsysteme oder die Nutzung von erneuerbaren Energien zur eigenen Strom- oder Wärmeerzeugung – die Palette der Möglichkeiten ist vielseitig“, erklärt Pegel.

Für Architekten im Nordosten sei nachhaltiges Bauen besonders wichtig, sagt Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer MV. „Denn hierzulande wird weniger gebaut als in anderen Bundesländern.“

Deshalb müsse besonders Wert darauf gelegt werden, dass sich neue Gebäude gut in die Landschaft, die Stadt sowie deren nähere Umgebung einordnen. „Wie ist die Wirkung des Gebäudes?“, müsse klar sein.

Und: Damit neue Gebäude von den Menschen, die dort wohnen und später mit den Neubauten leben, akzeptiert werden, müssten die Planungs- und Bauaufgaben schon in einem ganz frühen Stadium kommuniziert werden. „Mit den Menschen muss auf Augenhöhe gesprochen werden“, betont Brenncke. Städtebau habe auch immer etwas mit Heimat zu tun. Dabei spielt die Wohnqualität eine große Rolle. „Mit der Förderung von Aufzügen und bedarfsgerechten Umbauten setzen wir auf Barrierefreiheit und an den demografischen Wandel angepassten Wohnraum“, erklärt Pegel.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mittlerweile zahlreiche Beispiele für nachhaltiges Bauen. So wurde in Greifswald im Juli mit dem Neubau der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“ begonnen. Das Modellprojekt einer stadtteilintegrierenden und inklusiven Schule, das auch die Armutsbekämpfung fördert, wird vom Infrastrukturministerium in Schwerin mit 10,25 Millionen Euro gefördert.

In Garz auf der Insel Rügen wurde im März der Neubau der Kita „Wildblume“ als erste Kita mit dem Nachhaltigkeitszertifikat in Gold des Bundesbauministeriums ausgezeichnet. Die Holzkonstruktion zeichnet sich unter anderem durch Lehmwände und ein Sonnendach aus recycelbarer Folie aus und nutzt keine fossilen Energien. Das Land förderte den Bau mit 860000 Euro. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt stellte 330000 Euro bereit.

In Zingst (Vorpommern-Rügen) ist die neue Luftmessstation im April für Nachhaltigkeit beim Bauen durch das Bundesumweltministerium ausgezeichnet worden. Das Gebäude ist als Passivhaus errichtet worden.

Bernhard Schmidtbauer

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