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Wirtschaft Nazi-Vergleich: VW will US-Diesel-Prozesse vertagen
Nachrichten Wirtschaft Nazi-Vergleich: VW will US-Diesel-Prozesse vertagen
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00:00 06.02.2018
Fairfax

Volkswagen will US-Gerichtsprozesse im Abgas-Skandal wegen eines Nazi-Vergleichs des Klägeranwalts um je sechs Monate verschieben lassen. Die US-Tochter des deutschen Autobauers reichte einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Gericht in Fairfax, Virginia, ein. Da der Anwalt VW öffentlich mit „Hitler, dem Holocaust und anderem Horror“, in Verbindung gebracht habe, könnten die Fälle nicht in der aktuellen Atmosphäre verhandelt werden, heißt es in dem Antrag. Ohne eine „Abkühlungsperiode“ sei ein fairer Prozess unmöglich.

Klägeranwalt Michael Melkersen hatte in der Netflix-Dokumentation „Dirty Money“ Assoziationen zwischen Experimenten mit Dieselabgasen im Auftrag von VW und der Vergasung von Juden im Zweiten Weltkrieg zu wecken versucht. Die VW-Anwälte sehen darin einen unlauteren Versuch, die Jury gegen den Konzern aufzubringen. Für die eigentlichen Vorwürfe der Kläger – Abgasbetrug bei Dieselautos – hätten die Nazi-Vergleiche keine Relevanz, heißt es in dem Gerichtsantrag.

Der Auftakt des ersten Prozesses ist für den 26. Februar angesetzt. Der Kläger, ein Jetta-Besitzer, fordert 725000 Dollar von der VW-US-Tochter, weil ihm ein Auto mit manipulierter Abgastechnik verkauft worden sei. Zwei weitere Prozesse stehen an.

OZ

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