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Wirtschaft Netzagentur gegen Extrakosten bei Netzausbau
Nachrichten Wirtschaft Netzagentur gegen Extrakosten bei Netzausbau
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00:01 02.07.2016
Warnschild für Arbeiten an Stromleitungen Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

. Im parlamentarischen Verfahren zur Finanzierung des Gas- und Stromnetzausbaus beklagt die Bundesnetzagentur milliardenschwere Zusatzwünsche der Länder, die vom Verbraucher finanziert werden müssten. Wenn die laufende Reform der sogenannten Anreizregulierungsverordnung gemäß Wünschen des Bundesrats-Wirtschaftsausschusses verändert würde, drohten Mehrkosten von 3,5 Milliarden Euro bis 2028, sagte der Leiter der Energieabteilung in der Behörde, Achim Zerres.

Wohl am 8. Juli wird die Verordnung im Bundesrat in einer Plenarsitzung diskutiert. Die Netzbetreiber widersprachen der Kritik. Die Vorschläge im Bundesrats-Ausschuss seien „sinnvolle Abmilderungen“, erklärte der Branchenverband BDEW. „Eine Kapitalvernichtung bei den Verteilnetzbetreibern ist nicht das richtige Signal für die erforderlichen Energiewende-Investitionen.“ A uch der Verband der kommunalen Unternehmen VKU, der vor allem Stadtwerke vertritt, protestiert. Investitionen müssten möglich sein, fordert VKU-Chefin Katherina Reiche.

Sonst würden Vertrauen zerstört und kommunales Vermögen entwertet.

Bau und Betrieb der Netze kosten die Verbraucher nach Branchenschätzungen derzeit pro Jahr etwa 18 Milliarden Euro beim Strom und rund 5,5 Milliarden beim Gas. Da es bei Leitungsnetzen keinen echten Wettbewerb gibt, werden die Erlöse der Versorger staatlich reguliert. Die Verbraucher bezahlen die Erlöse über die Netzentgelte, die seit Jahren steigen und bereits über ein Fünftel des Strompreises ausmachen. Die künftigen Regulierungsvorgaben stehen im Mittelpunkt des Streits.

Dazu zählt auch die Verzinsung des Eigenkapitals der Netzbetreiber für neue Netzprojekte. Bisher hat die Behörde dafür einen Satz von 9,05 Prozent festgelegt. Er soll nach internen Planungen der Netzagentur – auch mit Blick auf die sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen – auf 6,91 Prozent sinken. Die Länder hatten auf eine Reform mit Erleichterungen für die Netzbetreiber gedrungen, um ein besseres Klima für Neuinvestitionen zu schaffen und so die Energiewende voranzutreiben.

OZ

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