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Wirtschaft Netze überlastet: Wind- und Solaranlagen häufig abgeschaltet
Nachrichten Wirtschaft Netze überlastet: Wind- und Solaranlagen häufig abgeschaltet
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00:00 08.06.2017
Schwerin

. Die Abschaltung von Windrädern, Solar- oder Biomasseanlagen wegen Netzüberlastung hat im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zugenommen. Dem jüngsten Bericht der Bundesnetzagentur zu Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen zufolge lag Mecklenburg-Vorpommern mit einem Ausfall von 317,6 Gigawattstunden auf Platz drei im Vergleich der Bundesländer nach Schleswig-Holstein und Brandenburg. Die Entschädigung, die den Anlagenbetreibern wegen der Abschaltungen zusteht, schätzte die Bundesnetzagentur allein für MV auf knapp 30 Millionen Euro. Im Jahr 2015 hatte der Ausfall an Stromproduktion wegen nötiger Abschaltungen noch 264,7 Gigawattstunden betragen, die Entschädigungszahlungen wurden auf knapp 25 Millionen Euro geschätzt. Diese Kosten werden auf die Netznutzungsentgelte umgelegt, die der Verbraucher mit der Stromrechnung bezahlt. Sie sind regional sehr unterschiedlich, in Mecklenburg-Vorpommern sind sie vergleichsweise hoch.

Bundesweit gingen 2016 die Abschaltungen wegen Netzüberlastung um ein Viertel zurück, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht – von 4722 Gigawattstunden auf 3743 Gigawattstunden.

Der Schweriner Energieminister Christian Pegel (SPD) lobte aber, dass sich die Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz in Mecklenburg-Vorpommern erheblich verbessert habe. Die Übertragungsnetze im Nordosten seien 2016 kaum überlastet gewesen. Auf die Übertragungsnetze entfällt dem Bericht der Bundesnetzagentur zufolge aber nur ein sehr geringer Anteil der Abschaltungen, die meisten werden demnach wegen Überlastung der Verteilernetze nötig.

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