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Wirtschaft Neue Hoffnung für die Garnelenfarm Grevesmühlen
Nachrichten Wirtschaft Neue Hoffnung für die Garnelenfarm Grevesmühlen
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00:00 12.11.2016
Betriebsleiter Jörn Halfer fischt in einem der Aufzuchtbecken der Garnelenfarm Grevesmühlen nach den Krebstieren. Quelle: Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat gestern in einer medienwirksamen Aktion seine Unterstützung für die Garnelenzucht in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) dokumentiert. Nach der Pleite der Firma Fluxx2, die eine von zwei Garnelenfarmen in Grevesmühlen betrieben hat, hat der Politiker vor laufender Kamera Garnelen gefischt und verkündet, dass der Standort Grevesmühlen nicht nur innovativ und wichtig sei, sondern sehr gute Chancen habe, weiter zu wachsen.

Derzeit läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Wie der Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff gestern erklärte, gehe er davon aus, dass das Verfahren noch im Laufe des Monats eröffnet werden könne. „Es gibt mehrere Interessenten“, heißt es. Einer von ihnen ist York Dyckerhoff, der die zweite Garnelenfarm in Grevesmühlen betreibt und für den Betrieb der insolventen Anlage zuständig war.

Er hatte sich mit dem Investor über die gestiegenen Betriebskosten entzweit, daraufhin war es zum Produktionsstopp gekommen. Der Geschäftsführer von Cristalle Garnelen, Andreas Kleinselbeck, hatte im September Insolvenz angemeldet. Als Grund gab er an, dass die Betreibergesellschaft nicht genug Garnelen produziert habe und er die Kunden nicht mehr beliefern konnte. Dyckerhoff hat gestern erneut signalisiert, dass er die Anlage kaufen würde. Er sichert mit seinem Team den Betrieb der Garnelenfarm bis zum Jahresende. Dann könnten die Tiere geerntet werden.

Ziel sei es, so Minister Backhaus, dass die Produktion weiterlaufe. Die ausstehenden Zahlungen für Strom und Wärme sollen sich auf rund 25000 Euro belaufen. Das Schweriner Landwirtschaftsministerium hatte beide Zuchtanlagen in Grevesmühlen mit jeweils mehr als einer halben Million Euro gefördert. Laut Backhaus werde derzeit geprüft, ob für das insolvente Unternehmen Rückzahlungsforderungen geltend gemacht werden könnten. Michael Prochnow

OZ

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