Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Neue Regeln für Netflix & Co.
Nachrichten Wirtschaft Neue Regeln für Netflix & Co.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 28.09.2018
Das Logo der Videostreaming-Firma Netflix Quelle: Foto: Heinl/dpa
Brüssel

Dass die Tatort-Kommissare stets mit dem neuesten Automodell ihrer Region zum Einsatz fahren, fällt schon gar nicht mehr auf. Product Placement, die lukrative Platzierung von Produkten in Filmen, gilt längst als wirkungsvolle Form der Werbung, muss aber auch so gekennzeichnet werden – und sei es nur im Abspann.

Wenn DagiBee dagegen in ihren Streaming-Videos Schmink- und Pflegeprodukte in die Kamera hält, ist sie bisher fein raus. Ob der Youtube-Star, dessen Makeup-Tipps in Deutschland über vier Millionen Mädchen folgen, von den Herstellern mit Geld oder Waren gesponsert wird, bleibt ihre Sache. Diese Freiheit läuft aus, wenn das Europäische Parlament in der kommenden Woche die neue Richtlinie für audiovisuelle Medien wie erwartet annimmt. Für Fernsehen und Streaming-Dienste sowie Videoplattformen gelten künftig die gleichen Regeln – bei der strikten Trennung von Werbung und Inhalt ebenso wie beim Jugendschutz und bei Altersverifizierungssystemen. Die müssen nämlich Plattform übergreifend installiert sein. Jugendgefährdende Inhalte sollen gekennzeichnet werden – wie bereits im Fernsehen, so auch künftig bei Netflix, Amazon prime und anderen. Eine vorherige Kontrolle, ob von Filmen, Clips oder sonstigen Beiträgen, findet nicht statt. Eltern sollen aber die Möglichkeit bekommen, Filtersysteme für ihre Sprösslinge aktivieren zu können. „Wir wollen Transparenz für den Zuschauer“, sagt die CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen.

Vor allem die Video-on-demand-Dienste müssen sich aber noch sehr viel weitergehend umstellen. Bisher haben sie gerade mal 18 bis 24 Prozent an europäischen Filmproduktionen im Angebot. Sobald die neuen Regeln in Kraft treten, ist eine Quote von rund 30 Prozent Pflicht. Wer da nicht mitzieht, kann sich freikaufen: Anstatt ein Drittel des Kataloges mit EU-Movies zu bestücken, kann ein Unternehmen auch entsprechende Zuschüsse an den Filmförderfonds der Union bezahlen, aus dem Projekte in den Mitgliedstaaten unterstützt werden. In Deutschland hatte Netflix schon versucht, sich gegen eine derartige Abgabe zu wehren – vergeblich. Nun schreibt die EU sie endgültig für alle Staaten der Gemeinschaft fest.

Detlef Drewes

Manipulierte Pkw sollen umgerüstet werden / Eigenanteil bleibt vermutlich

28.09.2018

Deutschlands größter Entsorgungskonzern übernimmt DSD

28.09.2018

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 27.09.2018 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

27.09.2018