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Wirtschaft Nikosia: Billigung des Sparprogramms oder ungeordneter Bankrott
Nachrichten Wirtschaft Nikosia: Billigung des Sparprogramms oder ungeordneter Bankrott
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11:11 18.04.2013
Der Inselstaat kann bis zu neun Milliarden Euro von den Europartnern rechnen, eine weitere Milliarde soll der IWF beisteuern. Foto: NASA/Modis
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Nikosia

Sonst droht am Ende doch die Staatspleite, warnt die Regierung.

Die Regierung in Nikosia hat die zyprischen Parteien aufgefordert, das milliardenschwere Sparprogramm für den Inselstaat zu billigen. Eine Ablehnung werde zum „ungeordneten Bankrott“ des Landes führen, sagte Regierungssprecher Christos Stylianides am Mittwoch im staatlichen Rundfunk RIK.

Der Sprecher betonte: Eine Partei, die dagegen stimme, müsse auch vorschlagen, wo die Republik Zypern dann die zehn Milliarden Euro an Hilfskrediten der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) auftreiben solle. Man müsste sich auch dessen bewusst sein, welchen „Radau“ eine Ablehnung durch das zyprische Parlament weltweit auslösen werde, hieß es. Wann die Abstimmung stattfinden wird, wurde zunächst nicht bekannt. Zyprische Medien gehen von Anfang kommender Woche aus.

Nach der Entscheidung Zyperns, seine beiden großen Banken mit einer Zerschlagung und einer Zwangsabgabe auf Geldeinlagen von bis zu 60 Prozent zu sanieren, haben die EU und der IWF grünes Licht für ein zehn Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm gegeben. Das Land soll selbst ein Sparprogramm im Volumen von bis zu 13 Milliarden Euro stemmen. Der genaue Betrag ist aber noch unklar, da es sich teilweise um Schätzungen handelt.

Das Rettungspaket läuft nach Angaben der irischen EU-Ratspräsidentschaft in den nächsten Wochen an. Ab Mitte Mai würden die ersten Gelder ausgezahlt, sagte am Mittwoch in Straßburg die irische Europa-Ministerin Lucinda Creighton vor dem Europaparlament. Um die Mittelmeerinsel langfristig wieder in ein wirtschaftlich stabiles Fahrwasser zu bringen, drängte Creighton auf eine schnelle Einrichtung der geplanten Bankenunion in der EU.

An diesem Donnerstag (18.4.) soll der Bundestag grünes Licht für die Zypern-Milliarden geben. In den Regierungsfraktionen von Union von FDP wird mit einigen Abweichlern gerechnet, eine eigene Mehrheit der Koalition gilt aber dennoch als möglich. Das Ja des Bundestages insgesamt steht außer Frage, weil auch SPD und Grüne das Hilfspaket mittragen.

Der IWF warnte die Eurozone vor einer „chronischen“ Finanzkrise. Sollte der Reformeifer der Gesetzgeber in der Währungsunion nachlassen, könnten Krisen wie in Zypern zum Dauerproblem werden, warnte die Institution am Mittwoch in ihrem neuen Bericht zur globalen Finanzstabilität.

Mitteilung EU-Parlament

dpa

Die Lage an den Internationalen

Wertpapierbörsen am 17.04.2013 um 15:15 Uhr (New York Vortagsschluss):

18.04.2013

Die führenden Forschungsinstitute erwarten nach einem eher schwächeren Verlauf in diesem Jahr 2014 einen kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. In ihrem Frühjahrsgutachten sagen sie nach 0,8 Prozent im laufenden Jahr einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 1,9 Prozent im nächsten Jahr voraus.

17.04.2013

Der in Syrien angeschossene ARD-Reporter Jörg Armbruster (65) erhält den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus.In ihrer Begründung lobte die Jury seine „sorgfältigen, überlegten und zurückhaltenden Analysen“, wie es in einer Mitteilung am Mittwoch in Hamburg hieß.

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