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Wirtschaft Nord Stream vergibt Aufträge
Nachrichten Wirtschaft Nord Stream vergibt Aufträge
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00:05 23.02.2017

Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 hat das schweizerische Unternehmen Allseas mit der Verlegung der Rohre für die politisch umstrittene Erdgas-Ostseepipeline beauftragt. In den Jahren 2018 und 2019 werde Allseas beide parallel verlaufenden Leitungsstränge verlegen, teilte Nord Stream 2 gestern mit. Zum Auftragsvolumen machte Nord Stream 2 keine Angaben. Die 1200 Kilometer lange Trasse soll für eine Transportkapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmeter russischen Erdgases ausgelegt werden und parallel zur ersten Ostseepipeline verlaufen, die 2011 in Betrieb gegangen ist.

Bau noch nicht genehmigt

Projektmanager Henning Kothe bezeichnete den Allseas-Auftrag „als weiteren wichtigen Meilenstein für Nord Stream 2“. Zusammen mit den 2016 erteilten Aufträgen für Rohrlieferung, Betonummantelung und Logistik seien die wichtigsten Verträge abgeschlossen worden, um das Projekt im Zeitplan umzusetzen, sagte Kothe. Die Pipeline soll Ende 2019 in Betrieb gehen. Die Kosten betragen nach Nord Stream 2-Angaben rund acht Milliarden Euro.

Der Bau der Pipeline ist bislang noch nicht genehmigt. Lediglich in Schweden hat Nord Stream 2 Antragsunterlagen eingereicht. In Deutschland sollen die Anträge zum Bau Ende März gestellt werden, in Dänemark, Finnland und Russland im März und April, wie ein Sprecher sagte.

Polen und die baltischen Staaten sehen den Bau der Trasse eher skeptisch. Diese Länder werden über das sogenannte Espoo-Verfahren an dem Bau beteiligt, in dem die Länder sich lediglich zu möglichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen positionieren können. Die große Pipeline läuft nicht durch die Hoheitsgewässer von Polen, Lettland, Litauen und Estland.

OZ

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