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Wirtschaft Nordex wird bei den eigenen Zielen vorsichtiger
Nachrichten Wirtschaft Nordex wird bei den eigenen Zielen vorsichtiger
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00:01 22.03.2016

Nach einem kräftigen Umsatzsprung im vergangenen Jahr setzt sich Windkraft-Anlagenbauer Nordex für 2016 vorsichtigere Ziele. Der Vorstand rechnet mit einem Zuwachs im einstelligen Prozentbereich aus eigener Kraft, wie aus der gestern in Frankfurt/Main veröffentlichten Prognose hervorgeht.

Im vergangenen Jahr hatte Nordex mehrfach den Ausblick erhöht und schließlich für die Erlöse bereits im Februar ein Umsatzplus von 40 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro gemeldet. Der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz soll 2016 bei 7,5 Prozent bleiben. Insgesamt setzt sich Nordex nun ein Umsatzziel von mehr als 3,4 Milliarden Euro. Dazu wird vor allem die Übernahme der Windsparte des spanischen Baukonzerns Acciona beitragen, die vom zweiten Quartal zu Nordex gehören soll. Die Freigabe der Wettbewerbsbehörden liegt inzwischen vor, nun müssen noch letzte vertragliche Vereinbarungen abgearbeitet werden. Acciona hatte mit seinem Windgeschäft 2015 rund 950 Millionen Euro umgesetzt und eine Marge von 9,5 Prozent erzielt.

Im Anschluss an den vorsichtigen Ausblick rutschte die Nordex-Aktie ins Minus. Die Anleger hätten vermutlich mit höheren Umsatzzielen gerechnet, hieß es aus den Umfeld des Unternehmens. Dennoch bleibt Deutschlands größtes Börsenmagazin „Der Aktionär“ bei seiner Einschätzung: im Vergleich zur Konkurrenz Vestas und Gamesa noch immer günstig bewertet. Hinzu kommt, dass mit der Übernahme von Acciona Windpower die „neue“ Nordex verbesserte Einkaufskonditionen erhalten wird, was positiv für die Marge ist.

Nordex sei mit einem guten Auftragsbuch ins Jahr 2016 gestartet, es gebe weiter viel Potenzial in den Schwerpunktmärkten wie Deutschland, Frankreich oder der Türkei, sagte der Vorstandsvorsitzende Lars Bondo Krogsgaard. Derzeit beschäftigt die Gruppe weltweit rund 3300 Mitarbeiter, davon in der Fertigung in Rostock rund 1800. Verwaltungssitz ist in Hamburg.

OZ

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