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Wirtschaft Nordmetall und Gewerkschaft vor Einigung
Nachrichten Wirtschaft Nordmetall und Gewerkschaft vor Einigung
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00:05 07.02.2018
Rostock/Hamburg

Nach der Tarifeinigung in der Metall- und Elektroindustrie im Pilotbezirk Südwest (Baden-Württemberg) sollen auch im Norden die Verhandlungen zu einem schnellen Abschluss kommen. Die IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall werden morgen in Hamburg über die Übernahme verhandeln. Betroffen davon sind 140000 Beschäftigte – davon 7500 in Mecklenburg- Vorpommern – sowie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen.

Thomas Lambusch,

Präsident Nordmetall

FOTO: C. REHDER/DPA

„Das Stuttgarter Ergebnis ist ein fairer Kompromiss“, erklärt Thomas Lambusch, Nordmetall-Präsident und einer der Geschäftsführer des Rostocker Elektrotechnikunternehmens SEAR. Zwar sei die Kostenbelastung für die Betriebe erheblich, doch erlaube der Einstieg in ein flexibleres Arbeitszeitsystem auch die Ausweitung der regulären Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden. „Die lange Laufzeit von 27 Monaten gibt den Unternehmen Planungssicherheit“, sagt Lambusch. Bei Nordmetall werde eine Mitgliederversammlung am 22. Februar über die endgültige Annahme des Tarifvertrags entscheiden.

Auch die IG Metall Küste begrüßt den Abschluss im Südwesten. „Das ist der Einstieg in ein modernes Arbeitszeitmodell“, sagt Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Auch mit der Entgelterhöhung um 4,3 Prozent zum 1. April und weiteren Elementen zeigt er sich zufrieden. „Immer neue Rekordzahlen aus der Wirtschaft haben die Erwartungen bei den Beschäftigten steigen lassen“, betont Geiken. Möglich geworden sei der starke Tarifabschluss durch den massiven Druck aus den Betrieben, besonders durch die ganztägigen Warnstreiks letzte Woche.

Im Norden verhandeln die Tarifparteien auch regionale Themen wie die Angleichung von Schichtzulagen, die Bezahlung von Umkleidezeiten und die Angleichung der Arbeitszeiten. „Im Osten gilt die 38-Stunden-Woche, im Westen sind es 35 Stunden“, sagt Heiko Messerschmidt von der IG Metall Küste. Es gehe darum, wann eine Angleichung möglich sein wird.

Bei der MV Werften Wismar GmbH stößt der bevorstehende Tarifabschluss für MV auf geteiltes Echo. „Wir stellen seit Monaten kontinuierlich neue Mitarbeiter ein, der Gesellschafter investiert Hunderte Millionen“, sagt Sprecher Stefan Sprunk. Mit der Aufbauphase seien viele weitere Kosten verbunden, so für Einarbeitungen sowie Schulungen. „Jetzt bekommen wir einen neuen Tarif, er bedeutet eine Kostenerhöhung – das heißt eine teurere Produktion“, erklärt Sprunk. Auch die tatsächlichen Auswirkungen der Teilzeit- Regelung seien noch nicht abschätzbar. Andere Unternehmen wollten sich vor der morgigen Tarifverhandlung nicht äußern.

bs

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