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Nullrunde für VW-Aktionäre?

Wolfsburg Nullrunde für VW-Aktionäre?

Abgas-Skandal wirkt sich auf Dividende aus / US-Handelsbehörde reicht Klage ein

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Wolfsburg. Die VW-Aktionäre müssen angesichts drohender Milliardenstrafen im Abgas-Skandal einen Totalausfall bei der Dividende fürchten. Es stehe noch nichts endgültig fest, „aber es gibt keinen Hinweis, dass es auch nur Hoffnung auf einen Cent gibt“, sagt ein VW-Aufsichtsratsmitglied. Analysten hatten zuletzt im Schnitt noch mit knapp 1,50 Euro pro Aktie gerechnet. Ein VW-Konzernsprecher sagt auf Anfrage nur, dass man sich erst am 28. April bei der Bilanzpressekonferenz zu Geschäftszahlen äußern wird.

„Sollte Volkswagen einen Überschuss erzielen, wäre eine Reduzierung der Dividende auf null ein Affront“, warnt Alexander Richard von Vietinghoff-Scheel von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die sei bislang davon ausgegangen, dass VW trotz Diesel-Affäre einen positiven Jahresabschluss für 2015 vorlegen könne.

Der zweitgrößte VW-Aktionär Niedersachsen blickt mit Sorge auf einen möglichen Ausfall bei der Dividende des Autobauers. Das Land hält jede fünfte VW-Stammaktie, an denen die Stimmrechte und damit die Einflussmöglichkeiten in dem Konzern hängen. Vor einem Jahr hatte Niedersachsen 285 Millionen Euro Dividende eingestrichen.

Für 2014 zahlte der Konzern für jede VW-Stammaktie 4,80 Euro, für jede Vorzugsaktie 4,86 Euro Dividende. Insgesamt schüttete Volkswagen zuletzt rund 2,3 Milliarden Euro seines Gewinns an die Aktionäre aus. Größter Anteilseigner ist die Porsche SE, die von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird. Neben Niedersachsen hält auch der Staatsfonds des Emirats Katar ein großes Aktienpaket.

Volkswagen muss sich unterdessen in der Affäre um die manipulierten Abgaswerte mit einer weiteren brisanten Klage auseinandersetzen. Die US-Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) teilte gestern in Washington mit, ein Verfahren wegen irreführender Werbung eingeleitet zu haben. Es geht um Wiedergutmachung von Milliardenschäden von US-Autobesitzern, die VW das Versprechen vermeintlich sauberer Diesel-Technologie abgekauft hatten.

OZ

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