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OZ-Gründerpreis: Wegtams Daten-Experten auf gutem Kurs

Rostock OZ-Gründerpreis: Wegtams Daten-Experten auf gutem Kurs

Die Gewinner des OZ-Existenzgründerpreises 2015 sorgen dafür, dass sich Daten verschiedener Systeme verstehen / Rostocker Software-Firma will expandieren

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Frank Thiessenhusen, Markteingexperte von Wegtam

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Die Firma Wegtam wächst – und stößt an räumliche und personelle Grenzen. Vor etwa vier Jahren startete die Softwareschmiede in Bentwisch vor den Toren der Hansestadt Rostock und hat mittlerweile „eine gute Auftragslage“, erklärt Marketingexperte Frank Thiessenhusen. Für ihre erfolgreiche Geschäftsidee wurde das junge Unternehmen im vergangenen Jahr mit dem Existenzgründerpreis der OSTSEE-ZEITUNG ausgezeichnet.

 

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Das, was die Rostocker Firma Wegtam macht, ist komplex. Und kompliziert. Zumindest für den Laien. „Mit unserer Migrationssoftware wollen wir die Informationsflut in Unternehmen verbessern“, erklärt Thiessenhusen. Ein Beispiel: In einem Betrieb laufen verschiedene Maschinen, die vielleicht Schrauben herstellen. Oder Gummibärchen. Oder Würstchen. Ganz egal. Die Daten dieser Maschinen befinden sich auf einem speziellen Computer, der oft nur von Experten bedient werden kann.

Da kommt Wegtam ins Spiel. Frank Thiessenhusen: „Mit unserer Software Tensei-Data können wir diese Daten für alle Mitarbeiter sichtbar machen.“ Arbeitet die Maschine ohne Probleme? Muss sie vielleicht mal gewartet werden? Das könne dann jeder im Betrieb feststellen. Nicht nur Spezialisten.

Im Jahr 2012 gründeten die Wirtschaftsinformatiker Andre Schütz (35), Jens Grassel (38) und Marketingfachmann Frank Thiessenhusen (39) ihre Firma Wegtam. Zunächst im Nebenerwerb. Für Wirtschaftskunden entwickelten sie eine spezifische Suchmaschine, die unternehmensinterne Daten, Datenbanken, Text- und Dokumentensammlungen durchforstet.

Das Projekt führte die inzwischen hauptberuflichen Existenzgründer bereits 2014 ins Finale des OZ-Existenzgründerpreises. Gewonnen haben sie die begehrte Trophäe dann beim zweiten Anlauf – mit ihrer Software Tensei-Data, mit der Daten in Betrieben zwischen verschiedenen Systemen hin- und hertransportiert werden können. Das heißt: Daten, die sich eigentlich nicht verstehen, kooperieren und können verarbeitet werden. Ein Thema, das immer präsenter wird: Experten schätzen, dass sich der weltweite Datenbestand alle zwei Jahre verdoppelt – und bereits jetzt einer vielfachen Menge der Sandkörner an allen Stränden der Erde entspricht.

Durch die OZ-Auszeichnung habe Wegtam viel Aufmerksamkeit bekommen. Viele Reaktionen habe es gegeben aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, aber es hätten sich auch neue Kontakte zu Unternehmen ergeben, freut sich der Marketingchef: „Wir sind stolz, den Preis gewonnen zu haben – auch weil wir damit nicht gerechnet hatten.“ Der OZ-Preis sei auch eine Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Jahre. Er empfehle Existenzgründern, sich um den Preis zu bewerben: „Wenn man eine gute Idee und den Mut zur Selbstständigkeit hat, sollte man den Menschen das mitteilen.“

Für Wegtam stehen unterdessen die nächsten Herausforderungen an. Für neue Aufträge – etwa mit der Rostocker Universität oder Firmenkunden aus ganz Deutschland – braucht das Drei-Mann-Unternehmen mehr Personal: Zwei Leute könnten ab Oktober loslegen, vier weitere im kommenden Jahr. Allerdings sei es schwierig, fähige und bezahlbare Software-Entwickler zu finden. „Der Markt ist leergefegt“, sagt Frank Thiessenhusen.

Mehr Personal, neue Aufträge: Mittlerweile werden die Räume im Innovations- und Trendcenter zu eng: „Wir brauchen ein größeres Büro, am besten in Rostock“, so Thiessenhusen. Und fürs weitere Wachstum des Unternehmens sucht Wegtam nach Möglichkeiten der Finanzierung – „um die nächsten Schritte gehen zu können“.

OZ-Preis würdigt junge Unternehmen

Für den Sieger des OZ-Gründerpreises gibt es 5000 Euro, je 1500 Euro für die Sonderpreise. Zur Teilnahme berechtigt sind Firmen mit Sitz in MV, die vor dem 1. Juni 2015 gegründet wurden und nicht älter als fünf Jahre sind.

Fragebogen ausfüllen und ab an: OZ, Wirtschaft, R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock. Der Fragebogen kann unter www.ostsee-zeitung.de heruntergeladen oder online ausgefüllt werden. Auf Anfrage (0381 / 365381 bzw. existenzgruenderpreis@ostsee-zeitung.de) wird er zugesandt. Einsendeschluss ist der 17. September 2016.

Axel Meyer

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