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Wirtschaft ÖBB machen mit Nachtzügen in Deutschland Gewinn
Nachrichten Wirtschaft ÖBB machen mit Nachtzügen in Deutschland Gewinn
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10:02 29.10.2017
Ein Nachtzug (EuroNight) der ÖBB steht in Hamburg-Altona zur Abfahrt nach Wien bereit. Quelle: Bodo Marks
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Berlin

Auf Bahnstrecken durch Deutschland bleibt es zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember beim derzeitigen Nachtzugangebot mit Schlaf- und Liegewagen.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die das Nachtzuggeschäft der Deutschen Bahn vor knapp einem Jahr ersetzten, wollen erst einmal im bisherigen Umfang weitermachen.

Das erste Jahr werde voraussichtlich mit rund 1,4 Millionen Nachtreisenden abgeschlossen, sagte der Leiter des ÖBB-Fernverkehrs, Kurt Bauer, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit sei die Erwartung erfüllt und beim Finanzergebnis sogar übertroffen worden. Unterm Strich stehe ein Gewinn, eine Zahl nannte Bauer nicht. Der Anteil der Nachtreisezüge am ÖBB-Gesamtumsatz sei von 17 Prozent auf mehr als 20 Prozent gestiegen.

Die Nightjet-Züge durch Deutschland sind nach Bauers Worten im Durchschnitt zu 60 Prozent ausgelastet. Besonders beliebt sei die Strecke Zürich-Berlin-Hamburg, dort würden täglich Züge mit drei Schlafwagen eingesetzt, sonst besteht ein Zug üblicherweise aus einem Schlafwagen, zwei Liegewagen und zwei Sitzwagen.

Ab 10. Dezember wird die Verbindung von und nach Zürich in Hildesheim (ohne Halt dort) geteilt. Eine Zughälfte fährt nach Hamburg weiter, die andere nach Berlin. Auf dem Abschnitt nach Berlin kommt neu ein Halt in Magdeburg hinzu. In beiden deutschen Metropolen kommen die halben Züge dann zeitgleich um kurz nach 8.00 Uhr an. Zum Nachtzugprogramm gehören außerdem Verbindungen ab Hamburg und Düsseldorf nach Wien oder Innsbruck sowie von München nach Budapest, Mailand, Venedig, Rom, Zagreb und Rijeka.

Die ÖBB möchten ihr Nachtzugnetz ausbauen. Das werde aber erst ab 2021 möglich sein, sagte Bauer. Dann sollen 13 neue Nachtzüge und 8 Tagzüge einsatzbereit sein, für die 400 Millionen Euro eingeplant sind. Derzeit würden 20 Sitzwagen für 20 Millionen Euro in Liegewagen umgebaut, die ersten fünf davon kommen nach Angaben von Bauer im Dezember 2018 auf die Schiene.

dpa

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