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Ökonomen besorgt wegen Investitionszurückhaltung von Firmen

Mehr Steueranreize gefordert Ökonomen besorgt wegen Investitionszurückhaltung von Firmen

Ökonomen haben mehr Anreize für Investitionen von Unternehmen in Deutschland gefordert. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise sprach sich in der „Bild“-Zeitung für verstärkte Steueranreize aus.

Frankfurt/Main. Ökonomen haben mehr Anreize für Investitionen von Unternehmen in Deutschland gefordert. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise sprach sich in der „Bild“-Zeitung für verstärkte Steueranreize aus.

„Die Firmen investieren in Deutschland viel zu wenig. Dadurch wackeln Jobs und es entstehen weniger neue Stellen“, zitierte Bild-Online den Ökonom. Die deutsche Wirtschaft hatte im dritten Quartal ihr Wachstumstempo gegenüber dem Frühjahr gedrosselt. Ein Grund waren geringere Investitionen von Firmen in Maschinen und andere Ausrüstungen.

Nach jüngsten Zahlen der Bundesbank hatten Deutschlands Unternehmen (ohne Banken) Ende Juni liquide Mittel in Höhe von rund 465 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es gut 396 Milliarden. Ein Grund für die Zurückhaltung ist laut Heise „die politische und wirtschaftliche Unsicherheit wegen Eurokrise, Brexit, Staatsverschuldung“. Zudem werde der Standort Deutschland zunehmend unattraktiv für Investitionen, etwa wegen hoher Lohnnebenkosten, steigender Energiepreise und knapperem Angebot an Fachkräften.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnte vor einer Investitionsschwäche bei gleichzeitigem Kapitalexport ins Ausland. Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt forderte, der Staat solle Firmen stärker bei der Finanzierung von Großvorhaben, zum Beispiel im Straßenbau beteiligen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch stiegen die Investitionen deutscher Industrieunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten in Gebäude, Boden sowie Maschinen 2015 um 3,5 Prozent auf 59,8 Milliarden Euro. Damit wurde erst nach sieben Jahren der Höchststand von 60,0 Milliarden Euro im Jahr 2008 nahezu erreicht.

dpa

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