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Wirtschaft Offene Stellen auf Rekordhöhe
Nachrichten Wirtschaft Offene Stellen auf Rekordhöhe
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11:52 01.11.2016
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Nürnberg

Arbeitsmarktforscher und die Bundesagentur für Arbeit (BA) sehen den deutschen Arbeitsmarkt in einer soliden Verfassung.

Darauf weise nicht zuletzt die weiterhin hohe Zahl der offenen Stellen hin, berichtete die Nürnberger Bundesbehörde am Montag, zwei Tage vor Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen für Oktober. Arbeitsagenturen rechnen auch trotz der zunehmend auf den Jobmarkt drängenden Flüchtlinge vorerst nicht mit steigender Arbeitslosigkeit.

Im Oktober war die Nachfrage nach Arbeitskräften erneut auf Rekordniveau gestiegen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag berichtete. Sie verweist dabei auf ihren monatlich ermittelten Stellenindex BA-X. Dieser setzte zuletzt seine Rekordjagd fort und stieg auf den Wert von 223 Punkten. Dies sind 2 Punkte mehr als im September und 21 mehr als vor einem Jahr.

Zu der anhaltend großen Zahl offener Stellen trägt nach Einschätzung der Bundesagentur weiter die stabile wirtschaftliche Lage bei. Zudem macht sich inzwischen das Weihnachtsgeschäft bemerkbar. So suchten derzeit Speditionen und Kurierdienste verstärkt nach Saisonkräften, der Einzelhandel nach Verkäufern.

Optimistisch fällt derweil auch der Ausblick der Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen in der monatlichen Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus. Sie rechnen vorerst nicht mit steigender Arbeitslosigkeit, aber auch nicht mehr mit einem so starken Wachstum von Arbeitsplätzen wie bisher, wie das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt.

Für Oktober rechnen Volkswirte mit einem erneuten saisonbedingten Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 50 000 bis 55 000 auf rund 2,56 Millionen. Dies wären rund 96 000 weniger als vor einem Jahr. Der Oktober profitiert nach Experteneinschätzung noch vom Herbstaufschwung, bevor Frost und Kälte auf dem Bau, in Gärtnereien und der Gastronomie zu Entlassungen führen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur an diesem Mittwoch (2. November) veröffentlichen.

dpa

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