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Offshore-Geschäfte gut in Fahrt: Rekordjahr für Siemens

Prozent Offshore-Geschäfte gut in Fahrt: Rekordjahr für Siemens

Die Niederlassung des Weltkonzerns in Mecklenburg-Vorpommern setzt seit kurzem auf die Wartung von Windanlagen / Die meisten Millionen werden aber an Land verdient

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Schwimmende Werkstatt, Ersatzteillager, Büro und Hotel – das Siemens- Serviceschiff „Esvagt Froude“ wurde für Wartungsarbeiten an Windparks in Nord- und Ostsee gebaut.

Quelle: Ove Arscholl

Prozent. Das neue Geschäftsfeld der Siemens-Niederlassung Mecklenburg-Vorpommern, die Wartung von Offshore-Anlagen, nimmt ordentlich Fahrt auf. Zurzeit fährt das Serviceschiff „Esvagt Froude“ täglich die Windparks „Baltic 1“ und Baltic 2“ an, damit sich die weißen Riesen-Mühlen vor dem Darß und der Insel Rügen auch künftig reibungslos drehen. Bisher tun sie das problemlos.

Junge Leute verstärken das Team

der derzeit 135-köpfigen Siemens-Belegschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist unter 28 Jahre alt. Um den Generationswechsel voranzutreiben, arbeitet Firmenchef Frank Haacker mit den Hochschulen und Universitäten des Landes zusammen. „Was uns am meisten freut, ist, dass kein junger Mitarbeiter uns verlassen will“, sagt Haacker. Das läge mit daran, dass der Verdienst gut sei.

„Deswegen werden zurzeit hauptsächlich Öle und Schmierstoffe ausgetauscht“, berichtet Frank Haacker, Chef der Siemens-Niederlassung mit Sitz in Rostock. Die hat mit der „Esvagt Froude“, die im vergangenen Jahr in Dienst gestellt wurde, 32 neue Mitarbeiter bekommen und die Belegschaft auf insgesamt 135 Beschäftigte erhöht.

Dass die Offshore-Spezialisten den Service-Zuschlag für die Windparks erhalten haben, liegt mit daran, dass Siemens-Technik in den Anlagen steckt. Die wird auch im neuen Windpark „Arkona-Becken“

verbaut, der 35 Kilometer nordöstlich vor der Insel Rügen gebaut werden soll. Ob den die Crew der „Esvagt Froude“ auch anfahren wird, ist noch nicht entschieden. Aber die Bewerbung hat Siemens bereits abgegeben.

Der Rhythmus an Bord sieht so aus: Immer zwei Wochen am Stück arbeiten jeweils 16 Offshore- Spezialisten auf der Ostsee, dann wird gewechselt. Heimathafen ist Rostock. Ihre Kollegen an Land kümmern sich vor allem darum, Gebäude effizienter zu machen, indem die Energiekosten verringert werden. Das ist derzeit die wichtigste Sparte der Niederlassung. Die hat im vergangenen Jahr ein Rekord-Geschäftsvolumen von rund 60 Millionen Euro erzielt – auch durch die neue von Siemens entwickelte Management-Plattform „Desigo CC“. Die vereinigt unterschiedliche Überwachungssysteme, die Alarm schlagen, wenn zum Beispiel Heizung oder Kühlung ausfallen, Feuer ausbrechen oder eingebrochen wird. Im Oktober 2015 ist die neue Technik auf den Markt gebracht worden und seither schon an einige Unternehmen in MV verkauft worden – an das Rechenzentrum des Landes, Firmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und Zulieferer der Autoindustrie.

Laut Haacker sind die größten Energieverbraucher im Nordosten die Gebäude. Nur zehn Prozent würden sich in einem Top-Zustand befinden, der Rest könnte effizienter werden. Aber: „Immer mehr Unternehmen schauen sich ihre Energiekosten genauer an, da hat ein Umdenken eingesetzt“, ergänzt er. Ungefähr 800 Kunden betreut Siemens in MV – auch den Energieversorger Wemag, der seine Umspannwerke modernisiert. Mit vielen Kunden hat Frank Haacker gestern im Schloss Bothmer in Klütz (Nordwestmecklenburg) ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 gefeiert. Zu dem gehört auch, dass der Konzern mit Sitz in München mehr als 60 Millionen Euro für Produkte ausgegeben hat, die in MV hergestellt werden – wie zum Beispiel Naben für Windräder aus der Eisengießerei Torgelow.

Kerstin Schröder

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