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Offshore-Windpark „Arkona“ entsteht vor Rügen

Essen/Sassnitz Offshore-Windpark „Arkona“ entsteht vor Rügen

Eon und Statoil bauen vierten Windpark in der Ostsee vor MV / 35 Kilometer nordöstlich von Rügen sollen sich 60 Turbinen drehen / Sassnitz wird Basis für Bau und Service

Essen/Sassnitz. . Der Ausbau der Windkraft vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nimmt Fahrt auf: Der Energiekonzern Eon mit Sitz in Essen wird zusammen mit dem norwegischen Konzern Statoil aus Stavanger einen Offshore- Windpark vor Rügen errichten. Investitionssumme: 1,2 Milliarden Euro. Bau start: spätestens 2017.

 

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Der dann vierte Windpark in der deutschen Ostsee entsteht rund 35 Kilometer nordöstlich von Rügen und soll 2019 in Betrieb gehen (die OZ berichtete). „Arkona“ wird aus 60 Siemens-Turbinen mit jeweils sechs Megawatt Leistung bestehen. Benötigte Fläche: etwa 40

Quadratkilometer. Die Windturbinen sollen ab Sommer 2018 auf Monopile-Fundamenten in Wassertiefen zwischen 23 und 37 Metern errichtet werden.

Techniker von Siemens und Eon werden — zunächst für zwei Jahre — für Service und Wartung verantwortlich sein. Die Anlagen sollen vom Siemens-Diagnostic-Center im dänischen Brande „rund um die Uhr überwacht werden“, so Eva-Maria Baumann von Siemens Wind Power and Renewables.

Eon/Statoil ist bisher nicht vor der Küste von MV aktiv. Bislang betreibt EnBW zwei Offshore-Windparks vor dem Darß und vor Rügen, zudem begann der spanische Energiekonzern Iberdrola im März mit dem Bau eines 350-Megawatt- Windkraftfeldes vor Rügen. In der Nähe des Iberdrola-Windparks „Wikinger“ soll nun das Eon/Statoil-Projekt „Arkona“

entstehen.

Der Windpark mit 385 Megawatt Leistung kann rechnerisch 400000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Netzanbindung erfolgt über eine 90 Kilometer lange Stromtrasse des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz.

Basis für Bau und Betrieb des Windparks, an dem Eon und Statoil je zur Hälfte beteiligt sind, soll — wie bei EnBW und Iberdrola — der Fährhafen Sassnitz werden, informiert Eon-Sprecher Markus Nitschke. Der Hafen wird dafür eine 120000 Quadratmeter große Fläche im nördlichen Hafengelände zur Verfügung stellen. Hier sollen die Anlagen vormontiert und verschifft werden.

Bis zu 400 Mitarbeiter sind nach Eon-Angaben an der Errichtung des Windparks beteiligt. Zudem soll der spätere Betrieb von Sassnitz aus gesteuert werden, so dass dort über 25 Jahre rund 50 Dauerarbeitsplätze entstehen.

„Der heutige Tag zeigt: Sassnitz-Mukran ist der Dreh- und Angelpunkt für Offshore-Projekte in der Ostsee“, betont Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH.

Auch bei Siemens freue man sich über den „ersten Auftrag für unsere großen getriebelosen Offshore-Windturbinen für ein Projekt in der Ostsee“, sagt Michael Hannibal von Siemens Wind Power and Renewables. Siemens hat bereits Turbinen für einen Eon-Offshore-Windpark in deutschen Gewässern geliefert — für „Amrumbank West“ in der Nordsee.

Energieminister Christian Pegel (SPD) begrüßt die Investitionsentscheidung: „Vor dem Hintergrund, dass nach und nach die deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet werden“, sei dies „ein wichtiger Schritt in Richtung Versorgungssicherheit“. In Sassnitz entstünden sichere und qualifizierte Arbeitsplätze. Der Kurs der Landesregierung sei klar:

Offshore-Windparks böten vielfältige Chancen für MV.

Von Martina Rathke und Thomas Luczak

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