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Wirtschaft Outness macht Stubenhocker fit
Nachrichten Wirtschaft Outness macht Stubenhocker fit
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00:00 11.08.2018
Software-Entwicklerin Antje Liebe trainiert mit dem Outness-Programm. Quelle: Fotos: Ralph Schipke
Neubrandenburg

Luise Lentz hat ihre Computermaus gegen zwei dicke Tauenden getauscht. Mit kräftezehrenden und dynamischen Bewegungen schwingt sie die Sportgeräte und stärkt so ihre Armmuskulatur. Vom Büro an die frische Luft und draußen etwas für die Fitness tun: Lentz und ihre Kollegen nehmen an einem Programm der jungen Neubrandenburger Firma Outness teil, deren Name genau dafür steht: „Out“ für draußen (englisch: outdoor) und „ness“ für Fitness.

Die junge Firma aus Neubrandenburg bietet Sportprogramme für ganze Belegschaften an. Die Idee dahinter: aus dem muffigen Büro raus an die frische Luft.

Luise arbeitet bei der Hirsch Steuerberatungsgesellschaft in Neustrelitz. Firmenlenker Daniel Hirsch jongliert gerade am Ufer des Zierker Sees, statt mit Zahlen, mit einem schweren Medizinball. Die Belegschaft lässt sich – wie jeden Montagnachmittag – von Trainer Hannes Schröder im Zirkeltraining scheuchen. Zum Aufwärmen gab es eine Runde „Fangen“. Die Mitarbeiter hasten ihrem Chef mal ganz anders hinterher. Rasante Musik schallt über die Wiese am Seeufer, keine 500 Meter von Büro und Computerarbeitsplatz entfernt.

Hannes Schröder korrigiert behutsam die Übungsabläufe, Bewegung und Körperhaltung. „Komm, meine kleine Boxerin, gib alles!“, spornt der Trainer Luise an, die inzwischen zwei pinkfarbene Hanteln von sich wegstößt und auch diese Runde vom Zirkeltraining gleich geschafft hat. „Tempo, Tempo, Tempo!“, feuert der Firmengründer von Outness seine sportlichen Steuerberater an.

Hannes Schröder hat mit seinem Co-Gründer Andreas Windisch Outness vor zwei Jahren gestartet. Mittlerweile arbeiten sie mit größeren und kleineren Unternehmen und Behörden an der gesamten Mecklenburgischen Seenplatte. Das Motto der Neubrandenburger Jungunternehmer lautet: „Mehr als nur Sport“. Neben Gesundheit wollen Sportler Schröder und Kaufmann Windisch anderen Unternehmen neben topfitten Mitarbeitern auch Werte wie Freundschaft, Individualität, Effektivität, Gesundheit vermitteln. „Das sind Elemente für ein langes, harmonisches sowie glückliches Leben und gleichzeitig die Ziele von Outness“, betonen die beiden sportbegeisterten Gründer. In der Krankenkassen-Sprache heißt das Ganze schlicht „Gesundheitsprävention“. Die Kosten für solche Vorsorgemaßnahmen in Sachen Mitarbeiterfitness werden zu großen Teilen von den Kassen übernommen. Eine lohnende Investition, meinen die Gründer: „Schließlich gibt es nichts Besseres als Training und frische Luft. Aus diesem Grund findet der Großteil unseres Angebots draußen statt“, erklärt Andreas Windisch das einfache wie wirkungsvolle Geschäftsmodell. Zahlenmensch Windisch hat dabei keineswegs den unsportlicheren Part im Duo. Auch er treibt Ausdauersport und taucht gern in mecklenburgischen Seen ab.

Luise Lentz, die im Firmenporträt der Neustrelitzer Steuerberatung im Internet als „die Gewissenhafte“ und als „Jahresabschlussstellerin“ vorgestellt wird, erzählt vom Training: „Wir versuchen möglichst alles draußen zu machen. Wenn es regnet, weniger mit den Geräten. Dann bleiben wir einfach mehr in Bewegung. Wenn es zu kalt ist, ziehen wir uns eben eine Jacke über. Hauptsache raus an die frische Luft!“ Und, was nicht selbstverständlich ist: „Das ist bei uns Arbeitszeit!“ Selbstkritisch meint sie: „Ich persönlich bin ein kleiner Sportmuffel und froh, dass uns das so angeboten wird.

Ich brauche jemanden, der regelmäßig da ist und sagt: ,Komm, wir machen jetzt was!’ Nach Feierabend wäre ich wahrscheinlich zu faul, um noch mal loszugehen“, sagt die junge Frau und wendet sich der nächsten Station zu: einer kniehohen, gelben Hürde, über die Luise Lentz eine Minute lang hin- und herhüpft.

Nach 60 Minuten und mehreren Runden Kreistraining, die schweißtreibend sind und einiges an Geschicklichkeit und Körperbeherrschung abverlangen, beendet Hannes Schröder, studierter Fitnessökonom mit einem Abschluss in Prävention und Gesundheitsmanagement, den „Dienstsport“ der Neustrelitzer Steuerberater mit einem einfachen „Sport frei!“.

Und so sind Sie mit Ihrem Unternehmen dabei!

Mutige Gründer zu fördern – das ist Ziel des OZ-Gründerpreises. Die ersten Bewerbungen sind da – vielen Dank! Für den Sieger gibt es 5000 Euro, je 2000 für die Gewinner der Sonderpreise „Mut zur Selbstständigkeit“, gestiftet von Creditreform von der Decken KG, und „Interessante Gründerstory“ (VR-Banken MV).

Teilnehmen können Firmen mit Sitz in MV, die vor dem 1. Juni 2017 gegründet wurden und nicht älter als fünf Jahre sind.

Zum zweiten Mal wird der mit 2000 Euro dotierte „Nachfolgepreis“, gestiftet von der IHK zu Rostock, vergeben: Teilnehmen können Firmen mit Sitz in MV, bei denen in den nächsten fünf Jahren ein Nachfolger die Firma übernehmen soll bzw. die innerhalb der letzten drei Jahre übergeben wurde. Bewerben ist einfach: Fragebogen herunterladen auf www.ostsee-zeitung.de/gruender, online ausfüllen oder per Post zuschicken an: OZ, Ressort Wirtschaft, R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock. Bewerber können den Fragebogen auch anfordern unter: ☎ 03 81 / 36 53 81 bzw.

existenzgruenderpreis@ostsee-zeitung.de

Einsendeschluss:

17. September

Ralph Schipke

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