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Paris ahoi: Neue Touren sollen A-Rosa Wachstum bescheren

Hamburg/Rostock Paris ahoi: Neue Touren sollen A-Rosa Wachstum bescheren

Rostocker Reederei will Umsatz um drei Prozent steigern / Entscheidung über 12. Fluss-Kreuzliner fällt im Sommer

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Die „A-Rosa Viva“ soll 2017 ab Paris auf der Seine unterwegs sein. Bisher kreuzt das Schiff, das 99 Kabinen hat, auf dem Rhein.

Quelle: dpa

Hamburg/Rostock. Erst seit sechs Wochen ist bekannt, dass ab 2017 ein A-Rosa-Flussschiff von Paris aus auf der Seine fahren soll. „Aber die ersten Gäste haben sofort dafür gebucht“, gab A-Rosa-Geschäftsführer Markus Zoepke gestern bekannt. Zoepke ist davon überzeugt, dass das neue Fahrtgebiet dem deutschen Marktführer im Fluss-Kreuzfahrtgeschäft weiteren Zuwachs bringen wird.

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Rostocker Reederei will Umsatz um drei Prozent steigern / Entscheidung über 12. Fluss-Kreuzliner fällt im Sommer

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Ab März kommenden Jahres wird die „A-Rosa Viva“ fast 50 Mal in der französischen Hauptstadt an- und ablegen. Fünf- und Sieben-Tages-Touren seien gen Norden in die Normandie geplant, eine Weihnachts- und eine Silvesterreise sowie mehrere Vor-Weihnachtsspezials, erläuterte der Manager bei der Vorstellung des neuen Katalogs in Hamburg.

Etwa drei Prozent Umsatzwachstum soll die neue Destination der Rostocker Reederei bescheren. „Vor allem Kunden, die bereits auf anderen Routen mit uns gefahren sind, freuen sich über das erweiterte Angebot“, sagt der 50-Jährige, der seit 2003 bei der A-Rosa Flussschiff GmbH für das operative Geschäft zuständig ist. 85 000 Gäste hatten 2015 eine Reise auf einem der elf A-Rosa-Kreuzliner gebucht.

Damit erreicht A-Rosa einen Anteil von 21 Prozent am deutschen Kreuzfahrtmarkt.

Bisher bietet das Unternehmen Kreuzfahrten auf Rhein, Main und Mosel (Niederlande/Deutschland), auf der Donau (Deutschland/Österreich/Ungarn/Rumänien/Ukraine) sowie auf Rhône und Saone (Frankreich) an. 2016 peilt das Unternehmen ebenfalls ein Wachstum von drei bis fünf Prozent an. Die Aussichten dafür stehen gut. Zoepke: „Wir haben erst April und der Buchungsstand liegt schon bei 70 Prozent des Jahresziels.“

Allerdings: Im Vergleich zum Vorjahr sei das moderat, räumt der Manager ein. 2015 hatte die Firma mit einem Umsatzsprung um 15 Prozent ein Erfolgsergebnis hingelegt. Bereits das dritte Jahr in Folge war A-Rosa zweistellig gewachsen — eine Bilderbuchbilanz.

Hintergrund: Die Reederei hatte sich 2013 neu orientiert: auf das exklusive Premiumsegment, bei dem die Gäste ein „Rundum-Sorglos-Paket“ an Bord buchen, auf den Ausbau des Städtereisen-Angebotes sowie auf Familien mit Kindern. Über Ostern sowie in den Sommerferien bieten zwei Schiffe, die „A-Rosa Donna“ und die „A-Rosa Flora“, sogar Kinderbetreuungs-Programme an — ein Novum auf Flusskreuzlinern.

„In diesem Jahr hatten wir über Ostern bei fünf Reisen im Durchschnitt 20 Kinder an Bord“, berichtete Zoepke. „Das hat auf einem Schiff sogar zu der Beschwerde eines Gastes geführt, der meinte, wir hätten schon zu viele Kinder auf dem Schiff.“ Der Manager, der selbst drei Kinder hat, nahm diese Kritik gelassen. „Kinder gehören zum Leben dazu.“ Die Reederei freue sich, wenn Eltern oder Großeltern mit ihren Sprösslingen gemeinsam reisen. Zoepke: „Für Gäste, die es lieber ruhig mögen, bieten wir ja viele andere Reisen an.“

Allerdings: Die rasanten Wachstumssprünge der vergangenen drei Jahre werden sich nicht wiederholen lassen. Das Unternehmen stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Die Auslastung der Kabinen liegt bereits bei über 90 Prozent. Will die Firma weiter kräftig zulegen, braucht sie ein zusätzliches Schiff.

Das Management bereitet derzeit für die Gesellschafter eine Entscheidungsvorlage vor. „Konzeptionell sind wir schon recht weit“, meinte Zoepke, der selbst als Minderheitsgesellschafter an der Firma beteiligt ist. Hauptanteilseigner ist eine Investmentgesellschaft aus den Niederlanden. Ob die Gesellschafter einem Schiffs-Neubau zustimmen, soll „Mitte dieses Jahres“ bekanntgegeben werden.

„Buchungsliebling“ bei A-Rosa ist derzeit der Rhein mit neuen Städtereisen, bei denen Gäste Metropolen wie Amsterdam und Rotterdam erleben können. Als „Alternative zu Flug-Städtereisen“ will die Flusskreuzfahrtgesellschaft das Angebot verstanden wissen. Allerdings: 2017 werden statt bisher fünf nur noch vier A-Rosa-Schiffe auf dem Rhein unterwegs sein — die „Viva“ kreuzt dann ja auf der Seine.

Marktführer auf Flüssen

Markus Zoepke (50, Bild) gehört seit 2003 zur Führung der A-Rosa Flussschiff GmbH. Als COO leitet der gebürtige Südafrikaner mit Jörg Eichler (seit 2013 CEO) und Viola Kaluza (Finanzchefin) das Unternehmen.

Die A-Rosa-Reederei ging 2002 als Tochter der Deutschen Seereederei (DSR) mit zwei Fluss-Kreuzlinern an den Start. Heute ist das Unternehmen deutscher Marktführer bei Flusskreuzfahrten. Auf elf Schiffen sowie in den Büros in Rostock und Chur (Schweiz) beschäftigt es rund 630 Mitarbeiter. Zoepke führt die Geschäfte im Schweizer Büro. Er hatte 2009 mit einem weiteren früheren DSR-Manager die Firma als Management-Buy-out weitergeführt. Hauptgesellschafter ist die niederländische Investmentgesellschaft Waterland Private Equity.

Von Elke Ehlers

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