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Pazifik-Gipfel mit Obama und Putin

Treffen in Peru Pazifik-Gipfel mit Obama und Putin

Noch einmal treffen Obama und Putin direkt aufeinander. Ein bilaterales Treffen ist am Rande des Pazifik-Gipfels aber bislang nicht geplant.

Lima. Begleitet von Sorgen über die Politik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump treffen sich die Staats- und Regierungschefs von 21 Staaten zum Pazifik-Gipfel in Lima.

In Perus Hauptstadt wird mit Spannung das letzte Aufeinandertreffen von US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet. Beide haben bisher aber kein bilaterales Treffen verabredet. Wegen der russischen Bombardements in Syrien und der russischen Parteinahme für Baschar al-Assad war es zum Zerwürfnis gekommen.

Sorge bereitet, dass Trump Obamas Projekt der transpazifischen Freihandelszone stoppen will. Der Republikaner fürchtet durch das Projekt Arbeitsplatzverluste. Der Transpazifischen Partnerschaft TPP - der 2015 beschlossenen größten Freihandelszone der Welt - gehören zwölf Staaten an, aber nicht die Apec-Mitglieder China und Russland. Nach Ansicht von Experten könnte China nun versuchen, sein „Konkurrenzprojekt“, das deutlich weniger ambitionierte Handelsabkommen RCEP von 16 Staaten, ohne die USA voranzutreiben.

Dies könnte 2017 verabschiedet werden. Trump hatte im US-Wahlkampf auch China angegriffen und Sorgen vor einem Handelskrieg verschärft. Zudem fürchtet sich Südkorea vor einer geringeren Militärpräsenz der USA im Kampf gegen die Versuche des kommunistischen Nordkorea, zur Atommacht aufzusteigen. 

Ziel der Apec ist es, durch den Abbau von Zöllen und anderen Barrieren den Handel untereinander zu stärken. Die Mitglieder sind: USA, China, Japan, Russland, Südkorea, Kanada, Mexiko, Chile, Peru, Neuseeland, Australien, Papua-Neuguinea, Taiwan, Hongkong, Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur, Philippinen, Thailand, Vietnam. Zunächst findet bis Samstag ein gemeinsamer Wirtschaftsgipfel statt, am Sonntag folgt der politische Gipfel. 

Der Gastgeber des von starken Sicherheitsvorkehrungen begleiteten Apec-Gipfels, Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski, hatte im Wahlkampf offen für die Demokratin Hillary Clinton Partei ergriffen. Er warnte vor Protektionismus und Rückschritten beim Freihandel in der aufstrebenden Pazifik-Region. Die 1989 begründete Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) repräsentiert 57 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. 

dpa

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