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Peter Kloeppel verlängert RTL-Vertrag

Ältestgedienter Anchorman Peter Kloeppel verlängert RTL-Vertrag

Peter Kloeppel gehört zur Nachrichtensendung „RTL aktuell“ wie Günther Jauch zum Quiz „Wer wird Millionär“. Seit 25 Jahren ist er nun Chefmoderator und setzt noch einen obendrauf.

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Peter Kloeppel hat bei RTL sein berufliches Zuhause gefunden.

Quelle: Christian Charisius

Berlin. Er ist mittlerweile ein Urgestein des deutschen Privatfernsehens: der RTL-Chefmoderator Peter Kloeppel. Der Kölner Sender hat den Vertrag mit dem 58-Jährigen nun um weitere drei Jahre verlängert. Das teilte RTL am Mittwoch pünktlich zu Kloeppels Dienstjubiläum mit.

Vor 25 Jahren, am 30. März 1992, stand der gebürtige Frankfurter erstmals als Chefmoderator der Hauptnachrichtendung „RTL aktuell“ vor der Kamera und ist damit heute der ältestgediente Anchorman im deutschen Fernsehen.

Die in den zurückliegenden Jahren gesammelte Erfahrung sei dabei ein wichtiges Pfund, weil sie einem bei der Einschätzung von schwierigen Nachrichtenlagen sehr helfe, zitiert RTL seinen Anchorman. „Erfahrung bringt einem auch die nötige Gelassenheit und die Sicherheit zu erkennen, was wichtig und relevant für unsere Zuschauer ist“. Kloeppel, studierter Diplom-Agraringenieur, arbeitet seit den 80er Jahren für RTL und war bis 2014 dort auch Chefredakteur.

Ein Wechsel zur öffentlich-rechtlichen Konkurrenz oder zu einem anderen Privatsender sei für ihn nicht in Frage gekommen, betonte Kloeppel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Gab es nie Angebote? „Nein, und ich habe es ehrlich gesagt auch weder erwartet noch erhofft.“ Dass der Wettbewerb jetzt nicht mehr mit anderen TV-Wettbewerbern, sondern mit sozialen Netzwerken zunehme, sieht Kloeppel als Herausforderung.

Darin liege genau die Chance: „Denn die Zuschauer schalten weiterhin bewusst Nachrichtensendungen ein, um sich einen Überblick zu verschaffen“, sagte er. „Sie erwarten eine Einordnung der Themen des Tages und eine verlässliche, neutrale Bewertung. Die müssen wir ihnen bieten und müssen damit auch richtig liegen; wir können nicht immer die ersten sein, die informieren, aber wir müssen die besten sein.“ Gerade in diesen Zeiten von „alternativen Fakten“ sei klassischer Nachrichtenjournalismus gefragt wie eh und je. Die Menschen suchten Orientierung, sie erwarteten eine professionelle Auswahl und Einordnung von Informationen.

An seinen ersten Tag als Chefmoderator erinnert er sich noch, aber es sei ihm damals wegen seiner Nervosität nicht gut gegangen. Neben den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seien vor allem die „Breaking-News-Situationen“ die spannenden Momente gewesen, „in denen wir teilweise über Stunden hinweg ohne Skript und Ablaufplan auf Sendung waren. Anstrengend waren vor allem Wahlsendungen wie zum Beispiel 1998, als Helmut Kohl von Gerhard Schröder abgelöst wurde, aber auch - und davon hatten wir in den vergangenen Jahren ja leider einige - Sondersendungen aufgrund von Terroranschlägen, Flugzeugabstürzen oder Naturkatastrophen.“

Als Anchorman läuft und läuft Peter Kloeppel weiter. Aber ansonsten sind die 42-Kilometer-Veranstaltungen künftig nicht mehr sein Ding. „Der (aller-)letzte Marathon war im November 2014 in New York; sehr schwierige Bedingungen mit niedrigen Temperaturen und starkem, eisigen Wind, sagte er. „Finisher-Zeit 5 Stunden 4 Minuten - das war leider kein Spaßlauf. Auch deshalb habe ich die Marathon-Karriere an den Nagel gehängt.“

dpa

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