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Wirtschaft Piloten bei Lufthansa streiken: Jeder vierte Flug ab Hamburg fällt heute aus
Nachrichten Wirtschaft Piloten bei Lufthansa streiken: Jeder vierte Flug ab Hamburg fällt heute aus
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00:00 02.04.2014

Der dreitägige Streik der Lufthansa-Piloten hat bereits einen Tag vorher für Flugausfälle gesorgt. Die Fluggesellschaft strich nach eigenen Angaben gestern rund 65 Verbindungen. Von heute an bis Freitag wollen die Piloten jeweils ganztägig gegen Einschnitte bei der Übergangsversorgung vor dem Renteneintritt streiken — rund 3800 Flüge sind betroffen. Der Streik beeinträchtigt auch massiv den Verkehr am Flughafen Hamburg. Heute fällt dort etwa jeder vierte Flug aus. Laut der Webseite des Flughafens Hamburg werden 56 von 208 Flügen annulliert. Weitere könnten aber hinzukommen, sagte Pressesprecherin Stefanie Harder.

Mit den 65 Flugstreichungen gestern wollte Lufthansa vermeiden, dass Passagiere an Flughäfen stranden, wenn sie aufgrund der Streiks ab heute keinen Anschlussflug bekommen könnten, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Zudem seien Verbindungen gestrichen worden, um Flugzeuge an den Außenstationen zu behalten. So soll der Flugbetrieb am Samstag schnell wieder aufgenommen werden, sagte der Sprecher. Auch für diesen Tag hat die Lufthansa bereits über 40 Flüge gestrichen. Der Streik kostet Lufthansa nach Schätzungen pro Tag einen zweistelligen Millionenbetrag. Der Fluggesellschaft zufolge sind rund 425 000 Passagiere von Lufthansa und der Tochterfirma Germanwings betroffen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Arnold Vaatz, sieht den Streik als Anlass, über eine Gesetzesänderung nachzudenken. Auch in Tarifkonflikten müsse die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben, sagte der CDU-Politiker. Der Bundesvize der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Christian Bäumler, widersprach. Die Politik solle sich aus Arbeitskämpfen heraushalten.

Es sei Sache der Gerichte, über die Verhältnismäßigkeit zu entscheiden.

Bei dem Streik kämpfen die Piloten gegen Einschnitte bei der sogenannten Übergangsversorgung, einer Art Frührente. Vom Streik betroffene Passagiere von Lufthansa und der Tochtergesellschaft Germanwings können ihr Ticket gegen einen Bahnfahrschein eintauschen oder ihren Flug kostenlos stornieren. Die Bahn stellt sich auf zusätzliche Passagiere ein.



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